Sport

Altach will in Graz Trend fortsetzen

13.08.2022 • 14:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Altacher bejubeln den späten 3:2-Siegtreffer gegen Austria Wien. <span class="copyright">Stiplovsek </span>
Die Altacher bejubeln den späten 3:2-Siegtreffer gegen Austria Wien. Stiplovsek

Nach dem Heimsieg gegen Austria Wien wollen die Klose-Schützlinge auch in der Fremde bei Sturm Graz ihr „neues Gesicht“ zeigen. Spielbeginn heute Abend ist um 19.30 Uhr.

Mit der schweren Auswärtsaufgabe in Graz geht es für den SCR Altach nach dem fulminanten 3:2-Heimerfolg zuletzt gegen die Wiener Austria, die bereits 2:0 vorne lag, in der Meisterschaft weiter. „Die Mannschaft weiß den Erfolg einzuschätzen, Höhenflüge hätte ich schon gebremst!“, lässt Chefcoach Miroslav Klose wissen. Im O-Ton mit seinem Keeper Tino Casali klingt aber durch, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde und in der steirischen Landeshauptstadt an die Leistung anknüpfen will. „Aber wir wissen auch, was zu verbessern ist“, fügt Klose hinzu.

Identitätsveränderung

Gemeint sind laut dem Deutschen das Positionsspiel und die Ballmitnahme. Am Mut und Willen der Mannschaft gab es nach der tollen Aufholjagd am Sonntag sicher nichts zu bemängeln. „Man hat gesehen, dass wir nach dem 2:2 sofort den Ball holten“, beschreibt Casali die Altacher „Identitätsveränderung“ unter Klose, der natürlich will, dass seine Jungs auf ähnliche Art und Weise auch bei Sturm auftreten. In der Merkur-Arena (Spielbeginn 19.30 Uhr) gilt es, sich so teuer wie möglich zu verkaufen.

Der SCRA, der sich bereits Freitagmittag auf den Weg nach Graz gemacht hat, konnte sich zu Beginn der Woche der Regeneration widmen. Die „Blackies“ hingegen mussten am Dienstag in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew über 120 Minuten absolvieren, konnten aber am Ende kein Erfolgserlebnis einfahren.

„Ich glaube, das macht es für uns nicht leichter. Die Grazer wissen jetzt, wo sie spielen. Und so, wie sie drauf sind, wird auch die körperliche Komponente keine wesentliche Rolle spielen“, erklärt der 44-Jährige, der den Grazern – „Die sind auf jeder Position doppelt besetzt“ – natürlich genau auf die Füße geschaut hat.

Debütant als Strauss-Ersatz

In seinen eigenen Reihen hat sich die Startformation fast schon herauskristallisiert. Von den zahlreich eingesetzten Profis, die nach Verletzungen bei den Juniors in der Eliteliga Spielpraxis sammeln, hat sich zuletzt im Duell bei SW Bregenz – Klose machte sich persönlich ein Bild – keiner aufgedrängt. Also auch nicht Guy Dahan, der israelische Stürmer war im Sommer mit viel Vorschusslorbeeren geholt worden, gegen Bregenz spielte er durch, sein Tor zum 3:1 – sein dritter Treffer in der Eliteliga – hat aber offensichtlich keinen Eindruck beim einstigen Torjäger Klose gemacht.

Dafür fiel Emre Yabantas auf und der erst 18-Jährige, er wechselte im Sommer von der Akademie Vorarlberg ins Rheindorf, wird in Graz mit dabei sein.
Fehlen wird Felix Strauss, der sich bei nach seiner Einwechslung im Spiel gegen die Wiener einen Bänderriss im Knöchel zugezogen hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt.