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30.000 Euro für Radler nach Kollision mit Lkw

16.08.2022 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Zivilprozess endete mit Vergleich. Nach rechts abbiegender Lastwagen hatte Radfahrer erfasst.

Von der Haftpflichtversicherung des Bauunternehmens erhält der 69-jährige Radfahrer  30.000 Euro als Schadenersatz für die Folgen der Kollision mit dem Lkw der Baufirma. Davon hatte die Versicherung schon vor dem Rechtsstreit 5000 Euro bezahlt. In einem rechtskräftigen Vergleich verpflichtete sich die Haftpflichtversicherung zur Zahlung von weiteren 25.000 Euro. Mit der gütlichen Einigung endete am Landesgericht Feldkirch ein Zivilprozess. Die Kompromisslösung sieht auch vor, dass der 69-jährige Radfahrer Prozesskosten ersetzt erhält.

Der Verkehrsunfall hatte sich am 16. März 2020 in Dornbirn-Wallenmahd in Fahrtrichtung Hohenems auf der Kreuzung zwischen der Landesstraße 190 und der Bleichestraße ereignet. Bei Grünlicht bog der Lastwagen nach rechts ab. Dabei erfasste das Fahrzeug auf dem Radstreifen den Radfahrer. Der Lenker des Citybikes zog sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu.

Das alleinige Verschulden am Verkehrsunfall treffe den beklagten Lkw-Lenker, meinte Klagsvertreter Jan Rudigier als Anwalt des klagenden Radfahrers. Sein Mandant habe die Kreuzung in Geradeausfahrt überqueren wollen. Der zunächst parallel zum Rad fahrende Lkw-Lenker habe den Radfahrer beim Rechtsabbiegen offenbar übersehen. Der Lastwagenfahrer habe dem Kläger den Vorrang genommen.

Geklagt wurden der Lkw-Fahrer, dessen Arbeitgeberin und die Haftpflichtversicherung der Baufirma, die die Halterin des Lastwagens ist. Die beklagten Parteien wiesen dem Radfahrer ein Mitverschulden zu. Denn der Radfahrer habe erkannt, dass der den Blinker betätigende Lkw nach rechts abbiegt, und hätte darauf rechtzeitig reagieren können.

In der Klage wurden 41.000 Euro gefordert, davon 36.000 Euro vor allem wegen Schmerzensgeld. Mit 5000 Euro wurde das Feststellungsbegehren bewertet, mit dem die Haftung der beklagten Parteien für allfällige künftige Schäden verlangt wurde.