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Stadttunnel-Kritiker lassen nicht locker

17.08.2022 • 13:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Initiative bei einer Kundgebung im November des vergangenen Jahres.<span style="color: rgba(111, 111, 111, var(--tw-text-opacity)); font-size: 0.75rem; text-transform: uppercase;"><span class="copyright">hartinger</span></span>
Die Initiative bei einer Kundgebung im November des vergangenen Jahres.hartinger

Initiative findet scharfe Worte für Land und Stadt: „Agieren so, als ob es keine Klima- und Finanzkrise gäbe.”

Die streitbare Initiative „stattTunnel“ äußert sich weiterhin kritisch über das Mammut-Straßenbauprojekt in Feldkirch, das nun Schritt für Schritt weiter vorangetrieben wird. Wie berichtet, hat die Landesregierung im Juli die Ausschreibung der Hauptarbeiten des Straßengroßprojekts in Auftrag gegeben. Die Kosten werden derzeit mit 300 Millionen Euro beziffert. Die Initiative rechnet aufgrund der derzeitigen Preisentwicklung allerdings mit einer Verdopplung oder Verdreifachung der Kosten. „Das Land Vorarlberg und die Stadt Feldkirch agieren so, als ob es keine Klima- und Finanzkrise gäbe. Sie setzen weiterhin auf eine Verkehrspolitik aus den 70ern des vergangenen ­Jahrtausends“, so Sprecherin Friederike Egle in einer Aussendung. Auch das Lkw-Problem an der Tisner Grenze sei nach wie vor nicht gelöst. Zudem wundert sie sich darüber, dass es vonseiten anderer verkehrsgeplagter ­Gemeinden offenbar keine Einwände gibt. „In Feldkirch werden Unsummen in ein Projekt investiert, das noch mehr Verkehr in die Region bringen wird, und für andere Projekte fehlt das Geld.“

Trinkwasserversorgung

Ein weiteres Problem sei die veraltete Trinkwasserleitung, die durch die Sprengungsarbeiten gefährdet werden könnte. Laut Baubescheid muss eine zusätzliche Zubringerleitung zur Einspeisung in den Hochbehälter Stadtschrofen vor Beginn der Stollenarbeiten in Betrieb genommen werden. Die Initiative zeigt sich erstaunt, dass aktuell nur noch von einer Sanierung der alten Trinkwasserleitung gesprochen werde. Den verantwortlichen Politikern von Stadt Feldkirch und Land werfen die Tunnelgegner vor, die Trinkwasserversorgung von Feldkirch und Teilen von Frastanz bewusst aufs Spiel zu setzen.