Österreich

Die Zahlen zum Rennen um die Hofburg

19.08.2022 • 13:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Rennen um die Hofburg ist in vollem Gange.
Das Rennen um die Hofburg ist in vollem Gange. APA

Der Musiker Dominik Wlazny alias “Marco Pogo” dürfte es bereits auf den Wahlzettel für den 9. Oktober geschafft haben.

Der Musiker Dominik Wlazny alias “Marco Pogo” gab als erster Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl im Oktober bekannt, die nötigen 6.000 Unterstützungserklärungen gesammelt zu haben. Diese übergab er am Freitag der Bundeswahlbehörde. Er zeigte sich überrascht, “dass es so schnell ging”. Doch wie sieht es bei den anderen, aussichtsreichen Kandidaten aus? Nach einem Rundruf der “Kleinen Zeitung” ergibt sich ein gemischtes Bild.

Im Team von Amtsinhaber Alexander Van der Bellen gibt man sich deutlich bedeckter. Man sei aktuell auf “Unterstützungstour” in ganz Österreich unterwegs, um “möglichst breite” Unterstützung im gesamten Land zu bekommen. Das laufe “sehr gut”, es sei zudem kein Rennen, wer zuerst wie viele Unterschriften bekommt.

Ähnlich zugeknöpft gibt man sich bei der FPÖ. Auch dort sei man gut unterwegs, was Unterstützungserklärungen für Kandidat Walter Rosenkranz betrifft. “Es sind schon sehr, sehr viele eingegangen”, heißt es. Man werde die Öffentlichkeit informieren, wenn man diese abgeben wird.

Es wird weiter gesammelt

Auch bei der MFG will bzw. kann man keine genaue Auskunft geben. Die eingetrudelten Unterstützungserklärungen für Kandidat Michael Brunner liegen aktuell bei den Bezirks- und Ortssprechern, heißt es. Die werten aus und sammeln weiter. Man gibt sich aber zuversichtlich.

Aus dem Büro von Anwalt Tassilo Wallentin heißt es auf Anfrage, dass man zwar viel positives Feedback aus der Bevölkerung bekomme, jedoch durch den späten Start weiter auf Erklärungen hoffe, da es sonst “knapp” werden könnte.

Einen genauen Überblick kann auch Schuhfabrikant Heinrich Staudinger nicht geben. Mitte der Woche will man eine erste Bilanz vorlegen, da unter anderem in Geschäften gesammelt wird und das Ergebnis erst zusammengetragen werden muss.

Angst vor ungültigen Erklärungen

Der einzige, der konkrete Zahlen nennt, ist Ex-BZÖ-Politiker Gerald Grosz. Mit Stand Mittwoch seien es genau 3.255 Erklärungen gewesen, aktuell dürften es um die 4.000 sein. Er sei nun im “Endspurt” und sammle weiter.

Freilich versuchen die Kandidaten aber, etwas mehr als 6.000 Erklärungen zu sammeln. Denn die Bundeswahlbehörde prüft genau, ob diese zulässig sind. Immer wieder scheiden daher einige, sogar abgestempelte Erklärungen aus.