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FHV setzt neue Impulse für die Digitalisierung

23.08.2022 • 13:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die FHV setzt auf Digitalisierung. <span class="copyright">Hartinger</span>
Die FHV setzt auf Digitalisierung. Hartinger

Die Fachhochschule Vorarlberg plant im Rahmen einer Kooperation mit dem Unternehmen Blum eine neue Forschungsgruppe für Digital Business Transformation.

Die Fachhochschule Vorarl­berg (FHV) richtet eine neue Forschungsgruppe für Digital Business Transformation mit Verbindung zu den bestehenden Wirtschaftsinformatik-Studiengängen ein. Dies ist aus der gestern unterschriebenen Absichtserklärung zu entnehmen. Unterzeichnet wurde sie von Gerhard Humpeler, Geschäftsleiter vom Unternehmen Blum, und dem FHV-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl.

Die FHV plant im Rahmen einer Kooperation mit dem Beschlägehersteller Blum eine Forschungsgruppe für Digital Business Transfomation. Die Umsetzung der Forschungsgruppe verfolgt das Ziel, Lehrtätigkeit fächerübergreifend zu verbinden und eine enge Verbindung von Lehre, Wirtschaft und Forschung herzustellen. „In Vorarlberg braucht es nicht nur eine angewandte Forschung in Zusammenarbeit mit der lokalen Industrie, sondern auch eine bedarfsgerechte, industrie­nahe und zukunftsweisende Ausbildung von Fachkräften“, erklärt Humpeler. Durch einen interdisziplinären Ansatz sollen die Bereiche Wirtschaft, Technik, Gestaltung und Soziales abgedeckt werden. Das Höchster Unternehmen will die Forschungsgruppe mit 400.000 Euro jährlich unterstützen.
Die Forschungsgruppe soll in den nächsten Jahren sukzessive ausgebaut werden. „Die Stiftungsprofessur wird in Zukunft eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Studierenden, Forschenden, Unternehmen und breiter Öffentlichkeit erfüllen“, so Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Vorgesehen sind im Rahmen der Professur die Anstellung eines eigenen Stiftungsprofessors sowie mehrerer wissenschaftlicher Mitarbeiter. Das neue Wissen soll vor allem heimischen Unternehmen nützen. Dieses soll bei der Erarbeitung von Digitalisierungsstrategien helfen.

In Anwesenheit von Landesrat Marco Tittler unterzeichneten die Initiatoren den Vertrag zur Einrichtung der Stiftungsprofessur an der FHV. <span class="copyright"> FH Vorarlberg</span>
In Anwesenheit von Landesrat Marco Tittler unterzeichneten die Initiatoren den Vertrag zur Einrichtung der Stiftungsprofessur an der FHV. FH Vorarlberg

Vorarlberg soll attraktiver werden

Die Stiftungsprofessur wird im Bachelorstudiengang Informatik sowie im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik verankert. Auf der Agenda der Forschungsgruppe stehen technische, wirtschaftliche, soziale und gestalterische Aspekte des digitalen Wandels. Nicht nur die fachlichen Kompetenzen, sondern auch das Verständnis für den Mint-Bereich soll durch das Projekt gefördert werden. Dazu sind Studien zu aktuellen Themen geplant.

„Wir brauchen Fachkräfte auf allen Ebenen, heute wie in Zukunft“, so Klaus Wendel, Head of Information Services and Organization bei Blum. Mit der Einrichtung der interdisziplinären Stiftungsprofessur würde die inhaltliche Ausbildung von Studierenden und ein attraktives Umfeld für Dissertanten in Vorarlberg gefördert werden, so Wendel. Er prognostiziert zukünftige Auswirkungen auf weitere Studierwillige. Die Professur würde einen Beitrag dazu leisten, dass weitere Studenten und Forschende ins Land kommen und sich für die Unternehmen in der Region interessieren würden.

Auch Fitz-Rankl weist auf die Funktion der FHV als Treiber in der Forschung hin. Hinsichtlich der Forschungsgruppe meint er: „Damit schaffen wir den Nährboden für Innovationen in der Digitalisierung und setzen Impulse für die Region.“

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