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Tierquäler wurde danach geschlagen

23.08.2022 • 19:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Symbolbild <span class="copyright">APA/Barbara Gindl</span>
Symbolbild APA/Barbara Gindl

68-Jähriger schlug laut Urteil seinen Hund und wurde daraufhin vom Augenzeugen geschlagen.

Der 68-jährige Tierquäler schlug nach Ansicht der Richterin am 8. Jänner in Feldkirch seinen Hund und wurde unmittelbar danach von einem 26-jährigen Augenzeugen geschlagen und dabei leicht verletzt.

Wegen Tierquälerei wurde der unbescholtene 68-Erstangeklagte am Dienstag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 4320 Euro (240 Tagessätze zu je 18 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 2160 Euro. Die anderen 2160 Euro wurden für eine Bewährungszeit von drei Jahren bedingt nachgesehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht vier Monaten Haft.

Wegen Körperverletzung wurde über den unbescholtenen Zweitangeklagten eine Geldstrafe von 2400 Euro (120 Tagessätze a’ 20 Euro) verhängt, davon 1200 Euro unbedingt. Zudem hat der Angestellte dem Erstangeklagten als Teilschmerzengeld 1000 Euro zukommen zu lassen. Auch dieses Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Strafdrohung belief sich auf bis zu ein Jahr Haft.

Nach den gerichtlichen Feststellungen haben sich die Vorfälle so zugetragen: Der 68-Jährige schlug seinem Hund mit der rechten flachen Hand auf die Schnauze und misshandelte das Tier damit roh. Der 26-jährige Augenzeuge stellte den 68-Jährigen zur Rede, versetzte ihm einen Stoß und zumindest einen Faustschlag ins Gesicht. Dadurch wurden drei Zähne des Pensionisten beschädigt.

Die beiden Angeklagten sagten, sie seien nicht schuldig, und beantragten jeweils einen Freispruch. Der Erstangeklagte gab zu Protokoll, er habe seinem Hund mit der erhobenen rechten Hand nur die Gehrichtung angezeigt und das Tier nicht geschlagen. Der Zweitangeklagte gab an, er sei vom Erstangeklagten tätlich angegriffen worden und habe ihm in Notwehr einen Stoß versetzt, aber keinen Faustschlag.

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