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450 Kilo Rauschgift: Prozess im September

26.08.2022 • 13:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dem Angeklagten wird der Schmuggel und Verkauf von Drogen vorgeworfen. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Dem Angeklagten wird der Schmuggel und Verkauf von Drogen vorgeworfen. Shutterstock

Schöffenprozess am 14.9. um Verkauf von circa 106 kg Kokain, 60 kg Heroin und 291 kg Marihuana.

Es handelt sich um eines der bislang größten Suchtgiftstrafverfahren in Vorarlberg. In ihrer Anklageschrift macht die Staatsanwaltschaft Feldkirch, wie die NEUE berichtete, einen 38-jährigen Serben für den Schmuggel und Verkauf von rund 450 Kilogramm Rauschgift im Wert von mehr als zehn Millionen Euro verantwortlich.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte, wird dem Angeklagten der Schmuggel und Verkauf von circa 103 Kilogramm Kokain, rund 60 Kilo Heroin und etwa 291 kg Marihuana zur Last gelegt. Darüber hinaus wird ihm nach Angaben der Anklagebehörde versuchter Schmuggel von weiteren rund 13 Kilogramm Kokain vorgeworfen.

Prozesstermin

Der Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch findet am 14. September im Schwurgerichtssaal statt. Der vorsitzende Richter Christoph Stadler hat die Gerichtsverhandlung von 9 bis 17 Uhr anberaumt.

In der Anklageschrift werde der angeklagte Untersuchungshäftling als Bestimmungstäter bezeichnet, berichtete Landesgerichtssprecher Norbert Stütler.  Demnach soll er andere für die Taten angestiftet, selbst aber Drogen weder geschmuggelt noch verkauft haben. Der mit einer serbischen Vorstrafe belastete Angeklagte werde in der Anklage als Mitglied einer international tätigen serbisch-bosnischen Tätergruppe beschrieben, so Stütler.

Bis zu 15 Jahre Haft

Die Anklageschrift beinhalte 19 Anklagepunkte mit verschiedenen Drogenmengen. Angeklagt sei das Verbrechen des Suchtgifthandels mit einer mehr als 25-fachen Überschreitung der Grenzmenge. Dafür sieht das Strafgesetzbuch für den Fall einer Verurteilung im Sinne der Anklage 1 bis 15 Jahre Gefängnis vor. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Im Ermittlungsverfahren habe der Angeklagte keine Angaben gemacht, entnimmt Stütler der Anklageschrift.  Auf die Spur kam ihm die Polizei dem Vernehmen nach über die Software, mit der er mit Mittätern kommuniziert hat.

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