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Mehr Pendlerzüge zwischen Feldkirch und Buchs

26.08.2022 • 19:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Pendeln soll leichter werden. <span class="copyright">ÖBB/Philipp Horak</span>
Das Pendeln soll leichter werden. ÖBB/Philipp Horak

Vorarlberg, Liechtenstein und Kanton St. Gallen einigten sich auf zusätzliche Züge.

Die Zahlen sind beachtlich: Rund 15.000 Vorarlberger pendeln täglich nach Liechtenstein oder in der Schweiz. Dazu kommen etwa 10.000 Schweizer, die ins Fürstentum fahren., um dort zu arbeiten, um rund 15000 Liechtensteiner, diie den umgekehrten weg nehmen. Naturgemäß sehr überschaubar ist hingegen dieZahl der Berufspendler, die von der Schweiz (39) und Liechtenstein (58) nach Vorarlberg fahren.

„Je mehr von diesen über 25.000 Berufspendlern wir vom Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel überzeugen können, desto besser“, sagte Vorarlbergs Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (Grüne) und sprach im Rahgmen einer Pressekonferenz am Bahnhof in Feldkirch von einem „großen Wurf“. Derzeit besteht die Verbindung aus neun Nahverkehrs- und neun Fernverkehrszügen. Schon ab Montag, 5. September, werden auf dieser Strecke werktags drei zusätzliche Zugverbindungen angeboten, und zwar um 15:20 und 18:45 ab Feldkirch und um 19:19 ab Buchs. Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember, kommt eine vierte neue Zugverbindung hinzu (9:19 ab Buchs). Die Partner teilen sich die Finanzierung gemäß dem Anteil an Streckenkilometern. Dass allen drei Ländern eine Verdichtung wichtig sei, zeige sich daran, wie rasch und reibungslos diese internationale Fahrplanerweiterung umgesetzt wurde, so Zadra. Es gebe auf politischer Ebene Konsens, dass das ÖPNV-Angebot in der Region besser werden müsse.

Informierten über das neue ANgebot: ÖBB-Personalverkehrleiter Marcus Ender, Landesrat Daniel Zadra und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand (v.l.). <span class="copyright">VLK</span>
Informierten über das neue ANgebot: ÖBB-Personalverkehrleiter Marcus Ender, Landesrat Daniel Zadra und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand (v.l.). VLK

Einen herben Schlag hatten die politischen Entscheidungsträger im Jahr 2020, erlitten, als sich die Liechtensteiner Bevölkerung in einer Volksabstimmung gegen den zweigleisigen Ausbau zwischen Tisis und Nendeln entschied. Der Ausbau galt als Herststück des länderübergreifenden FL.A.CH-Projektes. Mit dem Projekt wäre eine S-Bahn-Verbindung im Halbstunden-Takt ermöglicht worden.
„Obwohl wir uns auf der Strecke Feldkirch-Buchs an den Bedingungen einer eingleisigen Strecke orientieren müssen, ist es uns in unvergleichlich kurzer Zeit gelungen, drei zusätzliche Züge auf dieser Linie anzubieten, sagte Marcus Ender, Leiter des ÖBB-Personalverkehrs in Vorarlberg. Der Vorarlberger Verkehrsverbund bietet laut Geschäftsführer Christian Hillbrand am 17. September gemeinsam mit den Verkehrsverbünden LIEmobil und Ostwind eine gemeinsame „Grenzenlos“-Tageskarte um 20 Euro (Sparpreis 10 Euro) für die gesamte Bodenseeregion an.

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