Sport

Klose will mehr Feuer sehen

27.08.2022 • 12:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexis Tibidi dürfte heute wohl als Sturmspitze bei den Altachern auflaufen.
Alexis Tibidi dürfte heute wohl als Sturmspitze bei den Altachern auflaufen.

Nach der Derby-Niederlage will Altach-Coach Miroslav Klose eine Reaktion seiner Mannschaft sehen. Im heutigen Duell bei Überraschungsleader LASK ist das Ländle-Team klarer Außenseiter.

Die Aufarbeitung der für die Rheindörfler bitteren Heimniederlage gegen Austria Lustenau ist abgeschlossen. „Ich habe klar gesagt, welche Reaktion ich sehen möchte. Das hat nichts mit Taktik zu tun, sondern mit Intensität“, stellt Alt­ach-Chefcoach Miroslav Klose vor dem Auswärtsauftritt beim Linzer Athletiksportklub ganz klar fest. „Da muss wieder Feuer drin sein!“ Und dieses gilt es heute in der Paschinger Raiffeisen-Arena, Spielbeginn ist um 19.30 Uhr, zu entfachen.

SCRA in Außenseiterrolle

Auch Mittelfeldakteur Dominik Reiter, der nach abgesessener Sperre in den Kader zurückkehrt, schlägt in dieselbe Kerbe. „Wir müssen gegen die Linzer, die sich in einer überragenden Form befinden, alles reinhauen, um etwas mitzunehmen“, so der 24-Jährige, der von 2017 bis 2021 selbst im Dienst des LASK stand. „Es ist klar, dass wir der Außenseiter sind“, fügt der Oberösterreicher vor dem Duell mit dem noch ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer hinzu.
Das Wort „Außenseiter“ nimmt Klose zwar nicht in den Mund, er verweist aber deutlich auf die Stärken der Linzer. „Sie verfügen über viele gute Einzelspieler, haben ein gutes Kombinations- und Umschaltspiel. Da müssen wir im Kopf hellwach sein.“ Und auch Gegenüber Dietmar „Didi“ Kühbauer hat den heutigen Kontrahenten natürlich unter die Lupe genommen. „Mit Klose als Chefcoach ist bei ihnen sicher neue Energie vorhanden“, lässt der frühere österreichische Nationalspieler vor dem Trainerduell mit dem ehemaligen deutschen Teamkicker wissen.

Direkte Duelle als Spieler

In den Saisonen 2000/01 und 2001/02 standen sich die beiden in der deutschen Bundesliga auch als Spieler gegenüber. Klose, damals als 22-Jähriger beim 1. FC Kaiserslautern und Kühbauer, der beim VfL Wolfsburg seine Brötchen verdiente. Es gab insgesamt drei Aufeinandertreffen und die Bilanz fällt mit je einem Sieg, Remis und einer Niederlage ausgeglichen aus. Die aktuellen Personalien sind aus Sicht der Altacher mit einem Dämpfer behaftet.
Der Ausfall von Torjäger Atdhe Nuhiu, der im Derby die Ampelkarte sah, schmerzt. Man darf gespannt sein, wer die Position des Austro-Kosovaren einnimmt. In der Defensive steht Felix Strauss (Sprunggelenk) weiterhin nicht zur Verfügung und auch für Amir Abdijanovic, bei dem die MRT-Untersuchung glücklicherweise eine schwere Knieverletzung ausschloss, ist nicht mit dabei.

Weiter zum Cup-Auftritt

Diese ­beiden Akteure fehlen auch drei Tage später beim Zweitrundenspiel im ÖFB-Cup gegen BL-Absteiger Admira Wacker. Der SCR Altach wird im Rahmen seines Roadtrips nach dem Duell mit dem LASK bis Sonntag in Linz bleiben und dann nach Wien übersiedeln. In der Südstadt erfolgt der Anpfiff am Dienstag um 18 Uhr.

Von Günther Böhler

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