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Ex-Freundin wieder
bedroht: Haftstrafe

21.09.2022 • 20:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch.<span class="copyright"> Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. Hartinger

30-Jähriger wollte auch mit angedrohter Entführung der Kinder neue Beziehung seiner Ex-Partnerin verhindern.

Der Syrer hat nach den gerichtlichen Feststellungen zwischen Ende 2020 und Juli 2022 seiner ehemaligen Freundin mehrmals damit gedroht, ihr etwas anzutun, wenn sie eine neue Liebesbeziehung eingehe. Um den neuen Mann in ihrem Leben doch noch zu verhindern, hat der 30-Jährige nach Ansicht des Richters ihr auch angedroht, die beiden gemeinsamen Kinder nach Syrien zu entführen. Zudem hat der Syrer laut Urteil Ende Juli versucht, mit Tritten gegen die dadurch beschädigte Tür in die Wohnung seiner Ex-Partnerin einzudringen.

Teilbedingte Haftsstrafe

Wegen versuchter schwerer Nötigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung wurde der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belastete Untersuchungshäftling am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Gefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil zwei Monate. Das Urteil, das der von Felix Graf verteidigte Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Denn die Staatsanwältin nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen belief sich auf sechs Monate bis fünf Jahre Haft. Für die beschädigte Tür hat der Hilfsarbeiter dem Vermieter vorerst 100 Euro zu bezahlen.

Rasch rückfällig.

Der Angeklagte sei rasch einschlägig rückfällig geworden, sagte Richter Markus Salcher in seiner Urteilsbegründung. Er sei in der Vergangenheit schon dafür verurteilt worden, dass er die Mutter seiner Kinder verletzt und bedroht habe.
Am Tag des Vorfalls mit der beschädigten Tür wurde der 30-Jährige festgenommen. Der Syrer befindet sich in Untersuchungshaft. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde er morgen aus dem Feldkircher Gefängnis in die Freiheit entlassen werden. Mit kommendem Sonntag hätte er die verhängten zwei Haftmonate bereits in der U-Haft verbüßt. Wenn der Stichtag auf einen Sonntag fällt, werden Haftentlassungen auf Freitag vorgezogen, erläuterte der Richter.