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Prozess: Unterländer misshandelte Freundin

30.09.2022 • 19:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. Hartinger

Zwölffach vorbestrafter 32-Jähriger misshandelte und bedrohte Lebensgefährtin laut Urteil des Öfteren.

Der 32-jährige Unterländer hat nach den gerichtlichen Feststellungen seine Lebensgefährtin 2021 und 2022 des Öfteren misshandelt, bedroht, genötigt und eingesperrt. Demnach bedrohte der Arbeiter zudem zwei weitere Personen und besaß verbotenerweise Waffen. Das trug dem Angeklagten am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen fortgesetzter Gewaltausübung, gefährlicher Drohung, versuchter Nötigung und nach dem Waffengesetz ein.

Erhöhter Strafrahmen

Dafür wurde der mit zwölf Vorstrafen belastete Angeklagte zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt. Als Teilschmerzengeld hat er seiner Ex-Lebensgefährtin 500 Euro zu bezahlen. Das Urteil von Richterin Sabrina Tagwercher ist nicht rechtskräftig. Denn der von Stefan Harg verteidigte Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Weil der Angeklagte bereits zu zumindest zwei einschlägigen Freiheitsstrafen verurteilt worden ist, galt für ihn ein um die Hälfte erhöhter Strafrahmen von bis zu viereinhalb Jahren Haft. Mildernd waren das Teilgeständnis, die verminderte Zurechnungsfähigkeit und der Versuch bei einer Tat. Erschwerend wirkten sich die einschlägigen Vorstrafen, das Vorliegen von mehreren Vergehen und der lange Tatzeitraum aus.

Derzeit Haft in Stein

Der Vorarlberger wurde aus dem Gefängnis in Stein in Niederösterreich vorgeführt. Dort verbüßt er voraussichtlich bis März 2025 mehrere Haftstrafen. Erst danach kann der Vater von vier Kindern die nunmehrige Gefängnisstrafe absitzen, sollte sie rechtskräftig werden. Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung wurde er im November 2021 am Landesgericht zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren verurteilt. Bei der Sanktion handelte es sich um eine Zusatzstrafe zu acht Haftmonaten wegen gefährlicher Drohung. Im Jänner 2020 wurden über ihn am Landesgericht Innsbruck wegen NS-Wiederbetätigung 18 Haftmonate verhängt, davon sechs unbedingt.

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