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Anklage: Mädchen (10) im Unterland vergewaltigt

01.10.2022 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. Hartinger

28-Jähriger muss sich am 24. Oktober vor Gericht verantworten.

Der 28-Jährige hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft in der Nacht vom 11. auf 12. Dezember 2021 im Unterland ein zehnjähriges Mädchen vergewaltigt und die Tat gefilmt. Das teilte auf Anfrage Landesgerichtssprecher Norbert Stütler mit, der dazu auf die Anklageschrift verwies. Demnach soll der Angeklagte zudem Kinderpornografie besessen haben. Die Staatsanwaltschaft beantrage wegen der psychosexuellen Entwicklungsstörung des Angeklagten eine Einweisung des einschlägig Vorbestraften in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, berichtete Stütler. Der 28-Jährige sei der Anklage zufolge zur Tatzeit zurechnungsfähig gewesen, aber krank und gefährlich.

Erhöhter Strafrahmen

Der Schöffenprozess unter dem Vorsitz von Richter Martin Mitteregger findet am 24. Oktober am Landesgericht statt. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Bestrafung des zurechnungsfähigen Angeklagten wegen Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und pornografischer Darstellung Minderjähriger sowie die Unterbringung in der Psychiatrie. Für den Fall eines Schuldspruchs im Sinne der Anklage beträgt der erhöhte Strafrahmen 5 bis 15 Jahre Gefängnis. Denn er soll das Kind gefesselt und geknebelt, vergewaltigt und dabei gefilmt und so in besonderer Weise erniedrigt haben. Der Angeklagte soll die Zehnjährige übers Internet kennengelernt und sich dort als bedeutend jünger als 28 ausgegeben haben. Sie vereinbarten laut Anklage ein Treffen. Dabei soll sich der junge Mann in seiner Mietwohnung schwer an dem Kind vergangen haben. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Berufung in anderem Vergewaltigungs-Fall

In einem anderen Schöffenprozess am Landesgericht wurde im September ein 16-Jähriger wegen Vergewaltigung eines fünfjährigen Mädchens schuldig gesprochen. Der damals 14-jährige hat nach Ansicht der Richter im Vorjahr die Nachbarin festgehalten und zu beischlaf­ähnlichen Handlungen gezwungen. Der unbescholtene Lehrling wurde zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von zu zwölf Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je 4 Euro) ebenso verurteilt wie zur Zahlung eines Teilschmerzengeldes von 3000 Euro.
Laut Gerichtssprecher Stütler hat sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Strafberufung erhoben, über die das Oberlandesgericht Innsbruck entscheiden wird.

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