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Pumpenbauer freut sich über gute Auftragslage

05.10.2022 • 18:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Firmenstammsitz von Kral befindet sich im Lustenauer Industriegebiet Nord. <span class="copyright">Kral</span>
Der Firmenstammsitz von Kral befindet sich im Lustenauer Industriegebiet Nord. Kral

Lustenauer Unternehmen Kral erwartet für 2022/23 organisch bedingtes Umsatzplus von rund 18 Prozent

Es gibt neben allen weniger erfreulichen Informationen sehr wohl auch noch gute Nachrichten aus der Vorarlberger Wirtschaft. Eine betrifft die auf die Entwicklung und Fertigung von Schraubenspindelpumpen und Durchflussmesstechnik spezialisierte Kral GmbH mit Hauptsitz in Lusten­au. Wie Geschäftsleitungsmitglied Christoph Matt im wpa-Gespräch erklärte, könne Kral derzeit auf einen Auftragseingang blicken, der um 15 Prozent höher liege als im Geschäftsjahr 2019/20 unmittelbar vor Ausbruch der Covid-Pandemie.

Internationale Konzerne als Neukunden

Für das Geschäftsjahr 2022/23 (30. April) erwartet Matt einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro. Das wären um sechs Millionen Euro oder etwa 18 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch wenn ein Teil dieses Zuwachses auf Preiserhöhungen entfalle, so stamme der Löwenanteil dennoch aus organischem Wachstum, so Matt. Aus Geheimhaltungsgründen dürfe man zwar keine Namen nennen. Aber so viel sei gesagt: Jüngst habe Kral die Energie-Sparte eines großen deutschen Industriekonzerns und die Kraftwerks-Sparte der Deutschland-Tochter eines weltweit bekannten japanischen Industriekonzerns als neue Kunden gewinnen können.

Christoph Matt, Mitglied der Geschäftsleitung. <span class="copyright">Kral</span>
Christoph Matt, Mitglied der Geschäftsleitung. Kral

Absatzmärkte “über Nacht“ weg

Dass Kral gerade in schwierigen Zeiten auf Wachstumskurs ist, begründet Matt mit einer Erkenntnis, die man in den vergangenen zwei Jahren gewonnen und daraus eine Strategie entwickelt habe. „Wir haben gesehen, dass wir uns als Unternehmen sehr schnell anpassen müssen an Entwicklungen, die wir in keiner Weise beeinflussen können.“ Das betreffe sowohl Märkte als auch ganze Branchen. Da seien etwa die Covid-Maßnahmen zu nennen, die unter anderem sehr schnell zu massiven Unterbrechungen der internationalen Lieferketten geführt haben. Am Beispiel Russland habe man erlebt, dass quasi „über Nacht“ ein kompletter Absatzmarkt ­aufgrund der Sanktionen wegfallen kann. „In eine ähnliche ­Situation könnten wir auch bei einem Konflikt zwischen China und Taiwan geraten“, so Matt. Der Exportanteil von Kral liegt bei 97 Prozent. Nach Deutschland gehören die USA und China zu den wichtigsten Absatzmärkten.

Kundenwünsche ändern sich rasch

Massive Veränderungen innerhalb von nur ein bis zwei Jahren könne es aber auch in den einzelnen Branchen geben, wo Kral tätig ist. Denn die Produkte aus Lustenau kommen in den Bereichen Schiffstechnik, Stromerzeugung, Öl- und Gasförderung sowie Maschinenbau und Chemie zum Einsatz. „Hier ist sehr viel in Bewegung, zum Beispiel was den Wechsel zwischen Energieträgern betrifft.“ Das könne auf Kundenseite zu sich rasch ändernden Wünschen führen. „Zuerst waren es Öl und Gas, dann auf einmal ist es Biogas.“ Früher seien solche Zyklen fünf Jahre lang gegangen, erklärt Matt..

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