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Messepark steigt auf die Energiekosten-Bremse

13.10.2022 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf eine Woche gerechnet hat der Messepark künftig drei Stunden weniger geöffnet.<span class="copyright">sams</span>
Auf eine Woche gerechnet hat der Messepark künftig drei Stunden weniger geöffnet.sams

Energiesparen mit verkürzten Öffnungszeiten, weniger Außenbeleuchtung und Senkung der Raumtemperatur.

Auch das größte Einkaufszentrum Vorarlbergs, der Messepark in Dornbirn, sieht sich angesichts stark steigender Energiekosten zu umfassenderen Einsparungsmaßnahmen gezwungen. Wie Geschäftsführer Burkhard Dünser im wpa-Gespräch erklärte, kehre man beispielsweise nicht mehr zu den längeren Öffnungszeiten aus der Zeit vor der Corona-Pandemie zurück. Das bedeute, dass der Messepark auf eine Woche gerechnet auch zukünftig um drei Stunden weniger geöffnet habe als vor Beginn der Covid-Maßnahmen. So sei von Montag bis Donnerstag weiterhin abends nur noch bis 19 Uhr und am Freitag nur bis 20 Uhr geöffnet. Die Schließzeit am Samstag war mit 18 Uhr immer unverändert. Der auch im Messepark angesiedelte Interspar-Markt habe bekanntlich etwas abweichende Öffnungszeiten, so Dünser.

Außenbeleuchtung erst um 7 Uhr

Im Außenbereich des Einkaufszentrums wird ebenso an der Kostenschraube gedreht. So starte die Außenbeleuchtung seit etwa zwei Monaten am Morgen erst um 7 Uhr und nicht schon um 5.30 Uhr. Abends gehen die Lichter bereits um 21 Uhr und nicht wie bisher erst um 23 Uhr aus. Ein Dämmerungsschalter verhindere zudem, dass die Außenbeleuchtung bei zu viel Helligkeit in dieser Zeit überhaupt angehe, sagt Dünser.

Geschäftsführer Burkhard Dünser. <span class="copyright">Messepark</span>
Geschäftsführer Burkhard Dünser. Messepark

Mit dieser Maßnahme reduziere man die tägliche Beleuchtungsdauer im Außenbereich je nach Jahreszeit um bis zu 3,5 Stunden, was gerade in der dunkleren Jahreshälfte mehr als 100 Stunden weniger Beleuchtung pro Monat mit sich bringe. Die flächendeckende Umrüstung auf LED-Lampen im Außenbereich soll erst mit der Erweiterung kommen, sagt Dünser. Im Inneren sollen unter anderem Bewegungsmelder in wenig frequentierten Bereichen die Beleuchtungsdauer reduzieren.
Auch nicht vorbeikommen werde man an einer Verringerung der Raumtemperatur im Innenbereich, vor allem in der Mall. Das sei aber nicht so ohne Weiteres möglich, da manch kleinere Geschäfte über die Mall mitgeheizt werden, erklärt Dünser. Momentan laufen Versuche, wie weit man in welchen Bereichen, unter anderem in Nebenräumen, die Temperatur senken kann, ohne dass Kunden oder Mitarbeiter das als zu wenig empfinden oder gar frieren. „Wir drehen hier an vielen Schrauben. Tatsache ist, dass wir die Energiekosten senken müssen, denn wir stehen 2023 vor einer deutlichen Erhöhung der Kosten für Strom und Gas.“

Auf andere Systeme umstellen

Die 2019 in Betrieb genommene 1400-kWp-Photovoltaik-Anlage, die größte ihrer Art in Vorarlberg, leiste bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur Senkung des externen Strombedarfs. Mit der geplanten Erweiterung werde man auch die Gas-Heizung entfernen und auf andere Systeme umstellen. „Es ist unser Ziel, den Messepark im Rahmen der Erweiterung energieautark zu machen. Wir hoffen, dass wir das schaffen“, so Dünser.

Günther Bitschnau/wpa

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