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Harder „B-Team“ fertigt Steirer ab

28.10.2022 • 22:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zufriedener Jubel auf der Harder Bank. <span class="copyright">Steurer</span>
Zufriedener Jubel auf der Harder Bank. Steurer

Nach einer Viertelstunde schont Hard-Trainer Jonsson die Kräfte seiner Stammsieben.

Der Alpla HC Hard eroberte mit einem 35:19 (16:10)-Erfolg über Bärnbach/Köflach in der achten HLA-Runde die Tabellenführung von Krems zurück – und dies in beeindruckender Manier.
Keine Spur von Müdigkeit nach dem intensiven European League-Debüt am Dienstag bei Sporting (30:31-Niederlage) und den damit verbundenen Reisestrapazen – und wenn, dann ließ es sich die Jonsson-Truppe gegen den Underdog aus der Steiermark nicht anmerken. Schon die Anfangsphase mit einem 4:1 nach sieben Minuten zeigte, wie Schmid & Co. derzeit vor Selbstvertrauen strotzen. Die Abwehr schonte weder sich noch den Gegner, wirkte agil und giftig und mit Golub Doknic verrichtete ein Könner seines Faches den Präzisionsdienst im Tor.

Jonsson wechselt durch

Hätten sich die Angreifer ob der sichtbaren Überlegenheit nicht manche Lässigkeit geleistet, Bärnbach wäre schon in der Anfangsviertelstunde untergegangen. Dass das Team von Uros Serbec aus gestandenen Handballern besteht, zeigte die Aufholjagd zum 7:6 (16. Minute), die Hard-Coach Jonsson zu einer selten gesehen Maßnahme greifen ließ. Der Isländer nahm eine Auszeit und wechselte die komplette Feldmannschaft aus – was für ein Luxus! Und der zweite Anzug (mit Neuzugang Runarsson) hatte nur zu Beginn Abstimmungsprobleme und ließ etliche Chancen liegen. Dann aber legte das „B-Team“ richtig los – vor allem Srdjan Predragovic genoss es sichtlich, für einmal nicht am Flügel sondern auf Halbrechts eingesetzt zu werden. Sein Doppelpack zum 11:7 (22.) zwang nun Serbec zur Auszeit, sie verpuffte aber wirkungslos. Denn bis zur Pause zog Hard auf 16:10 davon – das Highlight war der sehenswerte Kempa-Trick zum 13:8 durch Predragovic.
Nach Wiederbeginn brachte Jonsson mit Benjamin Edionwe auch noch einen neuen Tormann – Kräfte schonen für das Europacup-Heimspiel an Allerheiligen gegen Skjern Handbold (DEN) war die logische Devise.

Neuzugnag Sigtryggur Dadi Rúnarsson hinterließ bei seinem Debüt einen guten Eindruck.<span class="copyright"> Steurer</span>
Neuzugnag Sigtryggur Dadi Rúnarsson hinterließ bei seinem Debüt einen guten Eindruck. Steurer

Bärnbach gibt auf

Nach 43 Minuten drohten die Gäste bei 24:14 moralisch wie körperlich auseinanderzubrechen – Serbec versuchte es mit einer Auszeit, doch seine Mannschaft schaffte es nicht mehr, sich gegen das Debakel zu stemmen. Und so kam, was sich schon zu Beginn angedeutet hatte: die „Roten Teufel“ zogen durch, feierten einen nie gefährdeten 35:19-Erfolg und versetzten die 1000 Fans für das nach Schlusspfiff organisierte Oktoberfest in beste Feierlaune.

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