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Kind vergewaltigt: Urteil rechtskräftig

28.10.2022 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Urteil nach Prozess am Landesgericht feldkirch rechtskräftig. <span class="copyright">Hartinger</span>
Urteil nach Prozess am Landesgericht feldkirch rechtskräftig. Hartinger

13 Jahre Haft und Psychiatrie: Angeklagter und Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel.

Das erstinstanzliche Urteil im Prozess um die Vergewaltigung eines Kindes wurde nicht bekämpft und ist damit rechtskräftig. Der von Andrea Concin verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Julia Berchtold verzichteten auf Rechtsmittel.

Der mit einer Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs belastete 28-Jährige wurde am Montag am Landesgericht Feldkirch in einem Schöffenprozess unter dem Vorsitz von Richter Martin Mitteregger wegen Vergewaltigung und anderer Delikte zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem wurde der als pädophil, gefährlich und zu den Taten als zurechnungsfähig eingestufte Wiener in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Als Teilschmer­zengeld hat der Täter dem Opfer 20.000 Euro zu bezahlen.

Verzichtete auf Rechtsmittel: Verteidigerin Andrea Concin. <span class="copyright">Kreyer</span>
Verzichtete auf Rechtsmittel: Verteidigerin Andrea Concin. Kreyer

Überstellung

Der Verurteilte wird nun in ein psychiatrisches Gefängnis oder in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses überstellt. Dort hat er zunächst die Freiheitsstrafe zu verbüßen. Danach wird jedes Jahr gerichtlich darüber entschieden, ob er weiterhin in der Psychiatrie bleiben muss oder in die Freiheit entlassen wird. Entscheidend dafür wird sein, ob er weiterhin als gefährlich gilt oder nicht.

Strafrahmen erhöhte sich

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der damals 27-Jährige im Vorjahr in einem sozialen Medium eine Zehnjährige kennengelernt und sie mit Drohungen zu einem Treffen im Dezember 2021 im Unterland gezwungen. Der geständige Angeklagte hat in der von ihm angemieteten Wohnung das Mädchen gefesselt und vergewaltigt und dabei gefilmt. Wegen des Fesselns und Filmens erhöhte sich der Strafrahmen für die Vergewaltigung auf 5 bis 15 Jahre Gefängnis. Einen Monat später hat der erwachsene Wiener laut Urteil die unmündige Vorarlbergerin zu einem weiteren Treffen in einer angemieteten Wohnung im Unterland gezwungen. Den Vorfall vom Jänner 2022 wertete der Schöffensenat unter anderem als versuchte Vergewaltigung.

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