Österreich

Inflationsrate klettert auf 11 Prozent

31.10.2022 • 13:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Inflationsrate klettert auf 11 Prozent
(c) apa/hans klaus techt

In Eurozone ist Inflation abermals auf neuen Rekordwert geklettert.

Die Inflationsrate für Oktober 2022 beträgt voraussichtlich 11,0 Prozent – und wird damit weiter im zweistelligen Bereich bleiben, wie aus Berechnungen von Statistik Austria im Rahmen einer Schnellschätzung hervorgeht.

“Der starke Preisauftrieb des heurigen Jahres hat sich im Oktober 2022 weiter beschleunigt. Die Inflation dürfte laut Schnellschätzung auf 11,0 Prozent geklettert sein”, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

“Mittlerweile fast alle Bereiche erfasst”

Wichtigste Treiber seien weiterhin die hohen Preise für Haushaltsenergie und Treibstoffe. “Die Teuerung hat mittlerweile fast alle Bereiche erfasst, neben Nahrungsmitteln und Gastronomie sind deutliche Preissteigerungen nun auch bei der Bekleidung zu verzeichnen”, so Thomas.

Nach oben geschnellt ist auch der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der laut vorläufiger Schätzung gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,5 Prozent gestiegen sein dürfte. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau laut HVPI um 1,2 Prozent. Die endgültigen Zahlen werden am 17. November bekannt gegeben.

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10,7 Prozent: Rekord-Inflation in der Euro-Zone

Die Inflation in der Eurozone hat im Oktober unterdessen erneut einen Rekordwert erreicht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 10,7 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einer Rate von 10,3 Prozent gerechnet. Die Oktober-Rate ist die höchste seit Einführung des Euro als Buchgeld 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 9,9 Prozent gestiegen.

Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 41,9 Prozent erhöhten. Zudem beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmittel, die um 13,1 Prozent zum Vorjahr zulegten. Stärker stiegen auch die Preise von Industriegütern ohne Energie und von Dienstleistungen. Die Kerninflation, bei der besonders schwankungsanfällige Preise von Energie, Lebens- und Genussmitteln nicht berücksichtigt werden, stieg zum Vorjahr von 4,8 auf 5,0 Prozent.

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