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SK Sturm steht in Altach vor einer Weggabelung

06.11.2022 • 12:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Miroslav Klose erwartet sich einen Sieg. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Miroslav Klose erwartet sich einen Sieg. Stiplovsek

SK Sturm gastiert heute um 14.30 Uhr in Altach.

Allzu lange wurde der Enttäuschung über das Europacup-Aus keine Möglichkeit zur Ausbreitung gegönnt. Immerhin weiß der SK Sturm ganz genau, wie entscheidend die zwei noch ausstehenden Bundesliga-Aufgaben in diesem Jahr sind. „Ich muss aufpassen, dass allen klar wird, dass das eine sehr gute Europa-League-Saison war, bei der am Ende ein Punkt für die absolute Sensation gefehlt hat. Das Spiel gegen Midtjylland spielt in der Analyse gar keine Rolle, nur die gesamte Europa-League-Saison“, sagt Sturm-Trainer Christian Ilzer, der heute wohl auf den am Fuß angeschlagenen William Böving verzichten muss.

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Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt – wie verabschiedet sicih Sturm aus dem Kalenderjahr 2022? APA, GEPA

Die betrübte Stimmung mit hängenden Köpfen beim Regenerationstraining in Dänemark am Freitag (Ilzer: „Da waren alle Köpfe Richtung Boden gerichtet“) hat sich vor der heutigen Bundesliga-Partie in Altach (14.30 Uhr) etwas normalisiert. „Es wird in Altach darum gehen, wer mental und physisch am besten in der Lage ist, zu bestehen“, meint der Sturm-Coach.
Gerade die mentale Komponente steht im Fokus. Das 0:2 bei Midtjylland bedeutete die erst vierte Saisonniederlage nach regulärer Spielzeit für die Grazer – davon drei auf internationalem Terrain. Neben dem Einzug ins Viertelfinale des ÖFB-Cups stehen die Schwarz-Weißen nach 14 Runden mit 31 Punkten auf Platz zwei. So viele Zähler hatte Sturm in den ersten beiden Saison unter Ilzer noch nie. Und klarerweise gelang es so auch, auf zwei Zähler (nach Verlustpunkten) an Serienmeister Salzburg heranzukommen.

Ilzer hofft auf die “perfekte Antwort”

Deshalb könnte ausgerechnet das Europacup-Aus zum Pluspunkt für Sturm werden. Immerhin spielen die Mozartstädter im Frühjahr in der Europa-League-Zwischenrunde weiter. Die Mehrbelastung, die vor allem bei einem Weiterkommen nicht zu unterschätzen wäre, könnte in der Liga spürbar werden. Umso wichtiger – und wohl auch Voraussetzung – wären für Sturm drei Punkte in Altach, um an Salzburg dran zu bleiben. „Wir müssen uns den Frust wegspielen, weglaufen und wegfighten. Das wäre die perfekte Antwort auf das bittere Europacup-Ausscheiden“, sagt Ilzer. Gelingt es nicht, würde die Konkurrenz Sturm wieder gefährlich nahe rücken.

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