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Haft: Bei drei von vier
Einbrüchen gescheitert

16.11.2022 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Neun Monate Haft für einschlägig vorbestraften ­Algerier, der einbrach, stahl und betrog.

Bei drei der vier innerhalb von wenigen Tagen begangenen Einbrüche handelte es sich um Versuche.

Dem Algerier gelang es nicht, elektronische Schiebetüren aufzuzwängen. In Bludenz stieg er über ein gekipptes Fenster in ein Gastlokal ein und stahl dort unter anderem 300 Euro. Ebenfalls 300 Euro befanden sich in einer Geldtasche, die er in ­Feldkirch einem Lokalgast wegnahm. Mit der ­Bankomatkarte aus der Geldtasche, in der sich auch eine E-Card befand, tätigte der 27-Jährige mehrere kleine Einkäufe, für die kein PIN-Code notwendig war.

Belastende Tatorspuren

Wegen Einbruchsdiebstahls, Diebstahls, betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs, Entfremdung unbarer Zahlungsmittel und Urkundenunterdrückung wurde der geständige und durch Tatortspuren belastete Angeklagte am Landesgericht Feldkirch schuldig gesprochen.

Dafür wurde der zweifach einschlägig vorbestrafte Untersuchungshäftling zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil von Richterin Magdalena Rafolt ist rechtskräftig. Der Strafrahmen betrug null bis drei Jahre Haft. Der von Andrea Concin verteidigte obdachlose Arbeitslose hatte Glück, dass ihm nicht unterstellt wurde, gewerbsmäßig mit geplanten monatlichen Beuten von zumindest 400 Euro vorgegangen zu sein. Ansonsten hätte die Strafdrohung sechs Monate bis fünf Jahre Haft betragen.

Der rechtskräftig Verurteilte darf damit rechnen, schon nach verbüßten viereinhalb Monaten vorzeitig und auf Bewährung aus dem Feldkircher Gefängnis in die Freiheit entlassen zu werden.

Mildernd wurden das Geständnis und die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit des zu den Tatzeiten zumeist alkoholisierten 27-Jährigen gewertet. Erschwerend wirkten sich mehrere Vergehen, die einschlägigen Vorstrafen und der rasche Rückfall nach der Verurteilung in Belgien aus. Der Geschädigte, dem die Geldtasche gestohlen wurde, verzichtete auf Schadenersatz.

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