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Was jetzt mit den Zelten in Feldkirch passiert

29.11.2022 • 13:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Flüchtlingszelte bei der Polizeischule in Feldkirch-Gisingen.
Flüchtlingszelte bei der Polizeischule in Feldkirch-Gisingen.

Der zuständige Landesrat sagt, er habe in der Sache kürzlich mit Innenminister Karner telefoniert.

Die im Oktober aufgestellten Zelte zur Unterbringung von Flüchtlingen stehen nach wie vor leer. Die Maßnahme wurde sowohl vonseiten der Stadt Feldkirch als auch vom Land sehr kritisch beurteilt. Auch in Dornbirn wurden Zelte deponiert.

Telefonat mit Karner

Auch in Dornbirn wurden Zelte deponiert. Mittlerweile hat sie der Bund wieder mitgenommen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Auch in Dornbirn wurden Zelte deponiert. Mittlerweile hat sie der Bund wieder mitgenommen. Hartinger

Nachdem letztere in den vergangenen Tagen wieder eingepackt worden waren, sollen im Laufe dieser Woche auch die Zelte auf dem Areal der Polizeischule in Feldkirch-Gi­singen abtransportiert werden. Dies bestätigte der zuständige Landesrat Christian Gantner auf NEUE-Anfrage. „Ich habe in dieser Sache mit dem Innenminister telefoniert. Die Zelte kommen weg.“

Was jetzt mit den Zelten in Feldkirch passiert
Landesrat Christian Gantner. mauche

Kein konkretes Großquartier im Auge

Grund dafür dürfte das Versprechen des Landes sein, bis Ende des Jahres wöchentlich 40 neue Plätze zu schaffen. Die Suche nach Unterkünften stellt das Land vor Herausforderungen. Erst vergangene Woche hatten sich Pläne für ein Großquartier in Schwarzach zerschlagen. Eine Halle in ähnlicher Größe sei derzeit nicht in Sicht, sagte Gantner am Rande des Pressefoyers nach der Regierungssitzung. Er gab sich jedoch zuversichtlich, dass das Land die mit dem Bund vereinbarten Ziele erreichen werde.

Mehr als die Hälfte aus der Ukraine

In Vorarlberg befinden sich nach Auskunft von Gantner exakt 2956 Personen in der Grundversorgung, bei 56,54 Prozent handelt es sich um ukrainische Kriegsflüchtlinge. Knapp 30 Prozent der Personen in den Grundversorgungsquartieren haben bereits einen Aufenthaltsstatus, viele finden aber auf dem privaten Wohnungsmarkt keine Unterkunft.

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