Wirtschaft

Warnstreik: Am Montag wird wieder verhandelt

04.12.2022 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach gescheiterten Verhandlungen zu einem neuen Bahn-KV gibt es am Montag, 28. November, einen ganztägigen, österreichweiten Warnstreik der Eisenbahner. Im
Nach gescheiterten Verhandlungen zu einem neuen Bahn-KV gibt es am Montag, 28. November, einen ganztägigen, österreichweiten Warnstreik der Eisenbahner. Im Abgestellte Züge der ÖBB /

Gespräche starten am Montag um 15 Uhr in der Wirtschaftskammer.

Nach dem Warnstreik vergangenen Montag treffen sich morgen, Montag, um 15 Uhr die Eisenbahner zu weiteren Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag (KV). Die Verhandlungsrunde findet in der Wirtschaftskammer (WKÖ) statt. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer hielten sich im Vorfeld der Gespräche mit Wortmeldungen zurück.

“Es ist die Zeit gekommen, nicht mehr alles über die Medien zu kommentieren”, war am Freitag aus Verhandlungskreisen zu hören. Nun gelte es, etwas Ruhe in die KV-Runde zu bringen, hieß es zur APA.

Hoffnung auf rasche Einigung

Die Gewerkschaft Vida forderte zuletzt eine Lohnerhöhung von durchschnittlich zwölf Prozent sowie eine Mindesterhöhung des KV- und Istlohns um 400 Euro. Die Arbeitgebervertreter sprachen davon, dass die Forderung mehr als 13 Prozent ausmache. Bei der bisher letzten Verhandlungsrunde boten sie 8,4 Prozent bzw. eine Mindesterhöhung von 208 Euro an.

WKÖ-Präsident Harald Mahrer sah jedenfalls bisher keine Notwendigkeit, dass sich die Spitzen der Sozialpartnerschaft – also in diesem Fall er und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian – direkt einschalten, um zu vermitteln.

Auch die für den Bahnverkehr zuständige Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) will sich nicht einmischen, hoffte aber, dass die “Verhandler rasch auf eine Einigung kommen”. Die Kunden würden sich auf den öffentlichen Verkehr verlassen.

Zwei Drittel haben Verständnis

Der ganztätige Warnstreik vergangenen Montag hatte nicht zu dem befürchteten Verkehrschaos auf den Straßen geführt. In einer Umfrage unter 500 Personen, durchgeführt von Unique Research für das Nachrichtenmagazin “profil”, äußerten rund zwei Drittel der Befragten Verständnis für den 24-stündigen Streik.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.