Lokal

Kessler-Erweiterung wirbelt wieder Staub auf

05.12.2022 • 17:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Erdbewegungs- und Entsorgungsunternehmen Kessler bewegt´s in Nenzing braucht mehr Platz. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Das Erdbewegungs- und Entsorgungsunternehmen Kessler bewegt´s in Nenzing braucht mehr Platz. Stiplovsek

Was die Nenzinger Grünen zu den Plänen sagen.

Die Erweiterungspläne des Nenzinger Recyclingunternehmens Kessler bewegt´s werden jetzt einem Vorprüfungsverfahren nach dem Abfallwirtschaftsgesetz unterzogen. Am heutigen Dienstag kommen Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, des Landesstraßenbauamts, und der Landesraumplanung zusammen, um das Projekt zu begutachten.

Ausgehebelt

Wie berichtet war das Unternehmen mit seinen Plänen in der Gemeinde gescheitert. Für eine Erweiterung nach dem Bundes-Abfallwirtschaftsgesetz ist nun keine Flächenwidmung mehr nötig.

Genau das kritisierten gestern die Nenzinger Grünen. Die Gemeinde sei defacto ausgebelt worden und habe keine Handhabe mehr, um Einfluss auf dei Erweiterung zu nehmen.

Gemeinderat Benedikt Drexel. <span class="copyright">Sophie Renner</span>
Gemeinderat Benedikt Drexel. Sophie Renner

Platz für Kiesafbereitung

Wie bereits mehrfach berichtet möchte das Recylingunternehmen seinen Standort im Galinawald erweitern. Dabei geht es um eine zusätzliche Fläche im Ausmaß von mehr als zwei Hektar, für die umfangreiche Rodungen in der Landesgrünzone notwendig sind. Der Gemeindemandatar Benedikt Drexel (Grüne Nenzing und Parteifreie) hält in einer Aussendung fest, dass der Standort im Galinawald nicht optimal gewählt wurde. „Dadurch ist mit deutlich mehr Verkehr und einer Belastung des Naherholungsgebiets zu rechnen“. Durch die ungünstige Anbindung an das Autobahnnetz werde sowohl die Bevölkerung von Frastanz als auch Nenzing merklich belastet. Zudem befinde sich in nächster Nähe ein Naherholungsgebiett. Kritisch sehen die Grünen auch die geplante Umlegung der Landesstraße.

Kessler verwundert

Geschäftsführer Christian Kessler zeigt sich auf NEUE-Nachfrage darüber verwundert, dass die Grünen in ihrer Aussendung „mit keinem Wort die geplante Gleisanbindung“ erwähnen. „Ich verstehe nicht, warum die Grünen hier dagegen sein können“, sagt Kessler. Den zusätzlichen Platz benötigt Kessler unter anderem für die Kiesaufbereitung. Zudem sollen in Nenzing die Ersatzbrennstoffe für das Reststoffkraftwerk des Wellpappeherstellers Rondo in Frastanz aufbereitet und gelagert werden.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.