Österreich

Julia Scheib und ihr harter Weg zurück: “Das ist noch gar nicht lange her”

09.01.2023 • 17:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Julia Scheib kämpfte sich zurück
Julia Scheib kämpfte sich zurück GEPA pictures

Nach harten Jahren fuhr Julia Scheib in Kranjska Gora zu ihrem besten Weltcup-Ergebnis. Es ist die Belohnung für die harte Arbeit in den letzten zwei Jahren.

Zwei Jahre lang kämpfte sich Julia Scheib zurück, mit vier Operationen, Reha-Training und dem ein oder anderen “Loch, in das ich gefallen bin”, wie sie damals selbst erklärte, ehe sie im November erstmals auf Schnee stand. Das Gefühl damals: “Sehr schwierig. Wenn mich jemand damals Skifahren gesehen hätte, hätte man nicht gedacht, dass ich Rennen fahren kann. Und das ist noch gar nicht so lange her.” Scheib blieb aber dran, auch wenn es nicht die einfachsten Wochen in ihrem Leben waren. “Die ersten Male habe ich noch mein Knie gespürt, das macht es nicht einfacher. Außerdem war die Belastung davor recht einseitig, das musste ich auch in den Griff bekommen. Ich hatte einfach nicht viele Schneetage, um Vertrauen aufzubauen, und das ist eigentlich das Wichtigste. Deshalb war Platz 13 schon okay.”

Trotz dieser Probleme in der Vorbereitung und der “Okay”-Leistung, wie sie es selbst bezeichnet, war die sympathische Weststeirerin mit Platz 13 die beste Österreicherin beim zweiten Bewerb in Slowenien. Dahinter folgten Stephanie Brunner (14.) und Franziska Gritsch (15.). Der Rest, unter anderem Katharina Liensberger als 38., qualifizierte sich erst gar nicht für den zweiten Durchgang. “Jetzt ist es wichtig, die richtigen Schritte zu setzen”, forderte die Vorarlbergerin nach dem schwachen Abschneiden vom ÖSV. “Es ist niemand mehr vom letzten Jahr hier, es ist schwierig, Erfahrungen, Werte von den letzten Saisonen hinzulegen”, sagte sie mit Hinblick auf den Umbruch im gesamten Team vor der Saison. Frauen-Rennsportleiter Thomas Trinker schloss erneute Änderungen vorerst aus: “Schnellschüsse werden wir sicher keine machen. Wir werden uns etwas überlegen und arbeiten an Lösungen.”

Wie diese Lösungen aussehen sollen, bleibt offen. Für Scheib sei es wichtig, “keine Ausreden zu suchen”. In der derzeitigen Situation “sollte man uns vielleicht auch Zeit geben”. Diese Zeit will die 24-Jährige in den nächsten Wochen gut nutzen. “Von meinem besten Skifahren bin ich schon noch ein ganz gutes Stück weit weg, im Training läuft es aber gut.” Auch am Material will die Steirerin noch feilen, um sich dann “ganz klar in Richtung Top Ten” zu orientieren.

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