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INTERVIEW

„Die Inhaltsleere hat mich überrascht“

Was war das Herausragende an diesem Bürgermeister- und Gemeinderatswahlkampf 2015?

KATHRIN STAINER-HÄMMERLE: Die Inhaltsleere hat mich überrascht. Es war alles sehr verhalten. Man hatte das Gefühl, die Parteien fürchten sich vor dem Unmut der Bürger. Beim Thema HCB-Skandal sieht man auch, was das Proporzsystem auslöst. Weil nicht zwischen Regierenden und Opposition zu trennen ist, entsteht der Eindruck, alle stecken mit drinnen.

Was hat Sie im Wahlkampf noch überrascht?

STAINER-HÄMMERLE: Dass die FPÖ mit dem Asylthema ins Leere gelaufen ist. Sie musste erkennen, dass sich syrische Flüchtlinge nicht zur Bedrohung eignen. Das Thema wurde nicht zum mobilisierenden Faktor. Die großen Themen wie Arbeitsplätze oder Stärkung des ländlichen Raumes wurden ausgelassen.

Was wird nach dem 1. März in Kärnten anders sein?

STAINER-HÄMMERLE: In den Gemeinderäten werden ein paar Parteien-Prozente wandern, es wird ein paar BürgermeisterWechsel geben, wobei die kommunale Ebene generell eher träge ist. Bürgermeister werden bei der Wiederkandidatur meist bestätigt. Spannend wird es immer durch Stimmensplittung, was immer mehr Wähler machen. Sie wählen beispielsweise den SPÖ-Bürgermeister, aber für den Gemeinderat als Ausgleich die ÖVP. Es gibt immer mehr Gemeinden, wo der Bürgermeister mit hoher Mehrheit gewählt wird, seine Partei im Gemeinderat aber ohne Mehrheit ist. Das wird dann zur großen Herausforderung.

INTERVIEW: A. BERGMANN

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