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Sexuelle Belästigung zieht sich durch alle Branchen

Opfer finden Unterstützung bei der Arbeiterkammer und der Gleichbehandlungsanwaltschaft.

Gerade hat die Arbeiterkammer Steiermark wieder einen Erfolg vor Gericht erzielt: Einer Malerin, die von einem Vorgesetzten begrapscht worden war, wurden 3700 Euro Schadenersatz zugesprochen – mehr als die Mindestsumme von 1000 Euro, die bei sexueller Belästigung zu zahlen ist.

„Wir haben laufend Fälle, oft auch im Lehrlingsbereich“, berichtet Birgit Klöckl von der Abteilung Frauen und Gleichstellung in der AK. Doch weiß sie auch von einer hohen Dunkelziffer an Fällen, bei denen meist aus Angst vor dem Jobverlust nichts unternommen wird. Vor allem im Gastgewerbe sei sexuelle Belästigung „gang und gäbe“, Interventionen gibt es laut Klöckl aber kaum. Ansonsten ziehe sich das Schema durch alle Branchen und über Hierarchien. Konsequenz: „Meist verlassen die Belästigten den Arbeitsplatz, nicht die Belästiger“.

Eine weitere wichtige Anlaufstelle in der Steiermark ist die Gleichbehandlungsanwaltschaft des Bundeskanzleramts. Seit Juni ist man auch für Fälle außerhalb der Arbeitswelt zuständig, etwa im Zuge der Inanspruchnahme von Dienstleistungen. „Zehn Prozent unserer Beratungsanfragen waren 2016 wegen sexueller Belästigung“, sagt Susanne Priesching vom Regionalbüro Steiermark. In zehn Fällen wurde interveniert, aber auch das sei nur die Spitze des Eisbergs. Der Bogen spanne sich von anzüglichen Witzen bis zur versuchten Vergewaltigung.

AK Steiermark, Abteilung für Frauen und Gleichstellung: Tel. 05 7799 – 25 90.

Gleichbehandlungsanwaltschaft: Tel. 0316/720 590.

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