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dubai/linz. Im Falle des am Sonntag in Dubai zu lebenslanger Haft verurteilten oberösterreichischen Arztes Eugen Adelsmayr gibt es jetzt das Warten auf die Rechtskraft des Urteils. „Die Staatsanwaltschaft kann binnen 14 Tagen berufen, die Oberstaatsanwaltschaft binnen 30 Tagen“, erklärte gestern ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums. Man verfolge die Vorgänge in Dubai weiterhin „aufmerksam“.

Dem Intensivmediziner und seinem Mitangeklagten, einem indischen Arzt, war vorgeworfen worden, im Jänner 2009 im Rashid-Hospital in Dubai bei einem Patienten mit hoher Querschnittläsion durch Unterlassung der Hilfeleistung sowie Morphin dessen Tod herbeigeführt zu haben. Die Angeklagten hatten das bestritten. Zwei Gutachten hatten den österreichischen Intensivmediziner entlastet. Sie waren aber vom Gericht offenbar nicht entsprechend gewürdigt worden. Der indische Arzt ist am Sonntag freigesprochen worden. In Dubai legt die Staatsanwaltschaft offenbar häufig Berufung ein, wenn der Urteilsspruch unter der Höchststrafe erfolgt. Das wäre in diesem Fall die Todesstrafe. Beantragt die Staatsanwaltschaft von Dubai schließlich einen internationalen Haftbefehl gegen Adelsmayr, müsste der Arzt vor einer Auslandsreise jeweils abklären, ob ihm eventuell eine Festnahme im Zielland der Reise drohen könnte.

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