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ÖVP bleibt trotz herber Verluste die Nummer 1

Als Wahlsieger dürfen sich die Grünen fühlen. Sie erreichten im Ländle 23,29 Prozent der Stimmen und blieben noch vor den Freiheitlichen.

Sonja Schlingensiepen

So richtig Freude aufkommen wollte bei den Mitgliedern der Vorarlberger Volkspartei nicht. Nach der Watschn bei den Nationalratswahlen im vergangenen Herbst, mussten die ÖVPler auch bei den EU-Wahlen herbe Verluste hinnehmen. 28,25 Prozent reichten zwar noch für Platz 1 im Ländle, doch ein Minus von acht Prozent trübte die Feierlaune doch sehr. Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteichef Markus Wallner war mit dem Abschneiden „absolut nicht zufrieden“. Die Gründe für das schlechte Abschneiden sah er zum einen in der „kritischen Grundstimmung gegenüber dem Bund“ sowie in der geringen Wahlbeteiligung. „Hier ist auch im eigenen Bereich die Mobilisierung nicht gelungen“, sagte Wallner. Im Hinblick auf die Landtagswahlen im Herbst dürfte einiges an Arbeit für die ÖVP-Funktionäre anfallen.

Die Wahlbeteiligung in Vorarlberg lag bei nur 39 Prozent. Am wenigsten dürften sich die Lecher für die Europäische Union interessieren. Im Nobelskiort am Arlberg gingen lediglich 20 Prozent zur Wahl.

In Feierlaune waren hingegen die Grünen. Mit 22,8 Prozent verzeichnete das Team um die Vorarlberger Spitzenkandidatin Antje Wagner einen Zugewinn von rund neun Prozent. Die stellvertretende Landessprecherin Katharina Wiesflecker sah in dem Ergebnis eine „gute Ausgangsposition“ für die Landtagswahl im Herbst. Den Erfolg führte sie auf die Wahlkampfthemen zurück. „Saatgutverordnung, TTIP und Fracking haben die Menschen sehr beschäftigt. Die Wähler haben erkannt, dass Europa etwas mit ihnen und mit der Region zu tun hat.“

Zugewinne für die FPÖ

Zufrieden mit dem Wahlergebnis der Ländle-FPÖ (17,7 Prozent) war auch Parteichef Dieter Egger. Er sah die Wahl vor allem als eine Absage an die Politik der EU. Zwei Drittel der Wähler seien in Vorarlberg nicht zu den Urnen gegangen. „Es war demnach für EU-Kritiker viel schwieriger, ihre Wähler zu mobilisieren“, meinte Egger. Umso erfreulicher sei der Zugewinn von knapp fünf Prozent.

Neos-Hochburg Dalaas

Gefeiert wurde am Sonntagabend auch bei den Neos.

Landessprecherin Sabine Scheffknecht war mit über 14,2 Prozent sehr zufrieden. „Die starke Pro-EU-Ausrichtung hat viele Menschen motiviert, für die junge Partei zu stimmen“, meinte Scheffknecht. Im Vorfeld der Wahl hätten die Pinken sehr viel mit Bürgern diskutiert und sich bemüht, alle schriftlichen Anfragen zu beantworten. Mit der gleichen Begeisterung wollen die Neos weitermachen. Besonders stark waren die Pinken in der Heimatgemeinde von Parteichef Matthias Strolz: In Dalaas stimmten 124 Wähler (24,55 Prozent) für die Strolz-Partei, die ÖVP kam auf 125 Stimmen (24,75 Prozent).

Wahlergebnisse

Vorarlberg Gesamt

ÖVP 28,25 %

SPÖ 10,58 %

FPÖ 17,06 %

Grüne 23,29 %

BZÖ 0,41 %

NEOS 14,91 %

REKOS 2,19 %

ANDERS 1,72 %

EUSTOP 1,6 %

Bezirk Bregenz

ÖVP 32,32%

SPÖ 10,09 %

FPÖ 15,97 %

Grüne 22,1 %

BZÖ 0,35 %

NEOS 14,16 %

REKOS 2,12 %

ANDERS 1,58 %

EUSTOP 1,32 %

Bezirk Dornbirn

ÖVP 24,74 %

SPÖ 9,88 %

FPÖ 19,22 %

Grüne 24,78 %

BZÖ 0,49 %

NEOS 15,35 %

REKOS 2,29 %

ANDERS 1,72 %

EUSTOP 1,53 %

Bezirk Feldkirch

ÖVP 25,46%

SPÖ 10,04 %

FPÖ 16,1 %

Grüne 26,52 %

BZÖ 0,38 %

NEOS 15,46 %

REKOS 2,24 %

ANDERS 1,85 %

EUSTOP 1,95 %

Bezirk Bludenz

ÖVP 28,84 % SPÖ 13,31 %

FPÖ 18,08 %

Grüne 18,69 %

BZÖ 0,47 %

NEOS 14,99 %

REKOS 2,11 %

ANDERS 1,8 %

EUSTOP 1,69 %

Wahlberechtigte: 270.821

Abgeg. Stimmen: 106.033

Gültige Stimmen: 104.759

Ungültige Stimmen: 1274

Wahlbeteiligung: 39,15 %

Die Ergebnisse der einzel-en Gemeinden sowie die Ergebnisse der EU-Wahlen 2009 sind unter www.vorarlberg.at/wahlen zu finden.

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