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Denkzettel

Eine Mutter ist zu wenig

Doch die Gesellschaft hält am Mutter-Mythos fest.

Die Zahlen, die eine in ihrer Art erstmalige Wiener Studie zutage förderte, sind ebenso einzigartig wie erschütternd. Ein Viertel der Zehn- bis 18-Jährigen in Österreich ist psychisch krank. In keinem Land der Welt ist die Zahl so hoch. Detail am Rande: Auch die Zahl der postnatalen Depressionen ist nirgends so hoch wie bei uns. Könnte es da einen Zusammenhang geben? In Japan zieht nach einer Geburt für einige Wochen die Mutter der Mutter ein, selbstverständlich. In lateinamerikanischen Kulturen gibt es die „cuarenta“, in der die junge Mutter nach der Geburt vierzig Tage lang umsorgt wird. Alle helfen während der ersten Lebensjahre des Kindes mit, nach dem Motto: „Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“

Das westliche Modell: Ein Elternpaar erzieht seine Kinder jahrelang alleine. Überforderung, weil das Modell nicht funktioniert. Kinder, die den Druck spüren, funktionieren zu müssen, immer schneller drehen, heißer laufen. Da ist der Motorschaden vorprogrammiert. Alice Samec

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