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Kein Abschiebestopp nach Kabul-Anschlag

Manchester und Minya, Bagdad und Kabul. Die Namen der Städte, die allein in den vergangenen zehn Tagen Ziele von Anschlägen geworden sind, zeigen, dass der islamistische Terror weite Teile der Welt heimsucht. Verschieden sind in jedem Fall die Faktoren, die einen Einzelnen zu einem Terroristen werden lassen. Ein allgemeingültiges Rezept für den Kampf gegen den Terror gibt es daher nicht. (…) Unklar ist derweil, wer den jüngsten Anschlag in Kabul verübt hat. Die Taliban haben ihn verurteilt. Möglicherweise stammten die Täter aus dem terroristischen Haqqani-Netzwerk, das – wie die Taliban – aus Pakistan heraus operiert. Die Haqqani-Gruppe arbeitet eng mit den Taliban zusammen, lehnt aber den Plan einer Friedenskonferenz ab, an der demnächst die Regionalmächte teilnehmen sollen. Allein das zeigt, wie undurchsichtig die Terrorszene in Afghanistan ist. Falsch wäre jedoch, daraus abzuleiten, dass Deutschland Afghanen nicht in ihr Heimatland zurücksenden dürfe, wenn deren Asylantrag dreimal abgelehnt worden ist. Denn unverändert ist richtig, dass sich der Terror in Afghanistan auf einige Regionen konzentriert und es daneben auch sichere Provinzen gibt. Der Terroranschlag vom Mittwoch hat zudem die Sicherheitslage in Kabul nicht verändert. Einen Grund für einen Abschiebestopp gibt es demnach nicht.

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