Presseschau

Periode des Durcheinanders steht bevor

LONDON. Die Hoffnungen der Konservativen auf eine substanziell vergrößerte Mehrheit im Parlament sind mit einer überwältigenden Zurückweisung durch Wähler zerschlagen worden. Mit dieser Wahl sollte Mays Führung zementiert werden und der EU sollte versichert werden, dass sie es bei den Brexit-Verhandlungen mit einem starken und stabilen Partner zu tun hat. Nichts davon ist erreicht. Stattdessen steht eine Periode des Durcheinanders bevor.

Besser kein Premier als ein schlechter

MÜNCHEN. May versuchte, die Wähler mit Slogans abzuspeisen. Über den Austritt aus der EU hat May gesagt: „Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal.“ Ein Leser der „Financial Times“ griff den Satz auf, als er den treffendsten Leserbrief formulierte: „Sir, ich befinde mich in meinem achten Lebensjahrzehnt und finde, dass dieser Wahlkampf der erste ist, der Grund zur Erwägung eines neuen Slogans gibt: ,Kein Premier ist besser als ein schlechter Premier.‘“

Brexit-Timing ist fraglich

BRÜSSEL. Die Kernfrage ist nun, was dieses Wahlergebnis für das Brexit-Timing bedeutet. May hatte den Austrittsartikel 50 des EU-Vertrags am 29. März aktiviert. Seitdem läuft die Stoppuhr mit der Frist von zwei Jahren. Der britische EU-Unterhändler Michel Barnier hatte gehofft, die komplizierten Gespräche am 19. Juni beginnen zu können, um eine Chance zu haben, sie bis zum Frühjahr 2019 abrunden zu können. Das sieht nun nach einem frommen Wunsch aus.

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