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Vorstoß mit Schlagseite

Rauchpausen sollen von der Arbeitszeit abgehen.

In Salzburger Spitälern müssen Mitarbeiter womöglich bald „ausstempeln“, wenn sie sich eine Zigarette anzünden. Denn Nichtrauchern gegenüber sei es unfair, die hätten ja keine Pause. So argumentiert Spitälerchef Paul Sungler. Natürlich geht es arbeitgebenden Anhängern dieser Idee nicht zuletzt um verlorene Arbeitszeit, die je nach Rauchfrequenz beträchtlich ausfallen kann. Die Rauchpause in ihrer aktuellen Form ist ein Entgegenkommen der Arbeitgeber, der Vorstoß legitim.

Gleichermaßen legitim wäre dann aber im Umkehrschluss auch eine Forderung der Belegschaft nach strikter Trennung von Arbeitszeit und Freizeit. Erreichbarkeit im Urlaub wäre dann genauso passé wie E-Mail-Lesen nach Feierabend – die Durchmischung von Beruf und Privatleben ist vielerorts längst geduldete Praxis.

Vor diesem Hintergrund wäre ein freiwilliges und ausgewogenes Geben und Nehmen am Arbeitsplatz der Minutenzählerei wohl vorzuziehen. Matthias Reif

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