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Türkischer Honig

Zur Wiederannäherung von Ankara und Wien.

Zum zweiten Mal binnen sechs Wochen haben sich Außenministerin Karin Kneissl und ihr türkischer Kollege Mevlüt Çavuşoğlu getroffen. Nach Jahren des diplomatischen Kleinkriegs, in dem sich Ankara nicht nur einmal im Ton vergriff, man aber auch in Wien keine Gelegenheit ausließ, um auf die Türkei einzuprügeln, ist man um eine Wiederannäherung bemüht. Das kann für beide Seiten nur von Vorteil sein.

Für Österreich, mehr noch, für Europa ist die Türkei geostrategisch zu wichtig, um das Feld anderen Akteuren, allen voran das wiedererstarkte Russland, zu überlassen. Und die Türkei kann es sich aufgrund ihrer großen Probleme kaum leisten, dauerhaft die Europäer zu vergraulen.

Doch sollte man nicht naiv sein. Europa ist für den türkischen Präsidenten Erdoğan keine Herzensangelegenheit. Der Honig, den er der EU derzeit ums Maul schmiert, mag süß sein. Aber er ist nur Mittel zum Zweck, um aus der Isolation zu gelangen, in die er sein Land manövriert hat. Stefan Winkler

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