Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Brauchen wir eine Steuer auf Fett?

Warum die Fettsteuer-Diskussion auch Österreichs Politiker unter Druck bringt.

DIDI HUBMANN

Die Diskussion ist nicht neu. Jetzt hat sich Armin Fidler, Chefberater für Gesundheitsfragen der Weltbank, zu Wort gemeldet: „Typische Lebensstil-Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme oder chronische Lungenbeschwerden nehmen bereits ruinöse Ausmaße für die Volkswirtschaften an.“ Auch das ist nicht neu – zum ersten Mal seit Jahrzehnten gibt es Prognosen, dass unsere Lebenserwartung dadurch sinkt. Steuern auf Junkfood, Zucker oder Transfette seien eine Option, wenn man bei Obst und Gemüse subventioniere, glaubt Fidler. „Das würde nicht nur Mittel für den Gesundheitsbereich lukrieren, sondern auch das Ernährungsverhalten der Menschen beeinflussen.“

Experten haben Zweifel

Klingt logisch, trotzdem haben Experten erhebliche Zweifel. Mediziner orten ein politisches und soziologisches Problem: Längst ist erwiesen, dass jene, die sozial schlechter gestellt sind, dreimal so oft an Übergewicht leiden wie jene, die als „Normalverdiener“ gelten. Erste Studien aus Ländern, die fettspezifische Steuern einheben (Dänemark auf Fett, Finnland, Frankreich auf gezuckerte Getränke), zeigen aber eine Wirksamkeit der Maßnahmen. Die Frage bleibt, ob solche Steuern auch langfristige Ernährungsumstellungen bewirken können.

Interessantes Detail: Es gibt längst Pläne, um die Fett-Epidemie einzudämmen. Bereits 2006 wurde von Österreich ein Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation unterschrieben. Typisch: Bisher wurde der Plan in keiner gesundheitspolitischen Entscheidung miteinbezogen!

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.