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Höchste Inflation seit Jänner

Keine Entspannung bei den Verbraucherpreisen. Die Inflation ist im September auf 2,7 Prozent geklettert. Das ist der höchste Wert seit Jahresbeginn. Vor allem Treibstoffpreise und Wohn­kosten steigen kräftig.

Die vielfach prognostizierte Entspannung bei der Inflation lässt weiter auf sich warten. Die nun vorliegenden September-Zahlen zeigen vielmehr eine entgegengesetzte Entwicklung. Die Inflationsrate ist auf den höchsten Stand seit acht Monaten geklettert und nähert sich mit 2,7 Prozent abermals der Dreiprozentmarke. Als Preistreiber fungierten einmal mehr die hohen Sprit- und Heizölpreise sowie die Verteuerungen beim Wohnen, etwa bei der Haushaltsenergie. Die Wohnungsmieten sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 3,6 Prozent teurer geworden.

Die offizielle Inflationsrate, die über den sogenannten Verbraucherpreisindex abgebildet wird, ist aber nur eine Seite der Medaille. Denn die viel zitierte „gefühlte Inflation“ fällt abermals deutlich höher aus. Sie spiegelt sich am ehesten im sogenannten Mini-Warenkorb wider, der die Preisentwicklung eines Wocheneinkaufs samt Tanken erfasst. Und hier wurde eine Verteuerung von 4,3 Prozent registriert.

Die Formel, wonach eine konjunkturelle Abkühlung auch eine Entspannung bei den Verbraucherpreisen nach sich zieht, hat nur bedingt Gültigkeit. So hat sich bei den Rohölpreisen – und damit auch bei den Spritpreisen – noch keine Abwärtsbewegung eingestellt. Und ist zu Beginn der Heizsaison auch kaum zu erwarten.

Zudem haben zuletzt viele Nahrungsmittelhersteller auf die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise reagiert und ihre Produktpreise nach oben hin angepasst. Die gestiegenen Getreidepreise haben die Futtermittel verteuert, was sich wiederum auf Fleisch- und Brotpreise ausgewirkt hat. Die zum Teil schlechten Ernteerträge haben auch bei Gemüse zu einigen Preissprüngen geführt.

Zielwert seit 2010 unerreicht

Auch in der Euro-Zone liegt die Inflation weiterhin recht deutlich über der Marke von zwei Prozent, die ja für die Europäische Zentralbank als Zielwert für stabile Preise gilt. Dieses Ziel wurde aber seit Ende 2010 nicht mehr erreicht. Laut aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat liegt die Inflationsrate in der Währungszone bei 2,6 Prozent, in der EU bei 2,7 Prozent. Die höchste Inflation verzeichnete Ungarn mit 6,4 Prozent vor Rumänien (5,4 Prozent) und Estland (4,1 Prozent).

DIE WARENKÖRBE

Die Grundlage für die Inflations­rate ist der sogenannte Verbraucherpreisindex, der sich aus einem breiten Waren- und Dienstleistungskorb zusammensetzt.

Ein Wocheneinkauf wird im Mini-Warenkorb abgebildet, hier liegt die Teuerung bei 4,3 Prozent. Der Mikrowarenkorb zeigt die Preisentwicklung beim täglichen Einkauf (plus 3,1 Prozent).

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