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Vorarlberg als Vorreiter in der Pränataldiagnostik

Seit 2010 verwendetes Modell hat nach Angaben der Experten Verbesserungen gebracht.

Das Vorarlberger Beratungsmodell zur Pränataldiagnostik wird von den medizinischen Fachgesellschaften allen Gynäkologen Österreichs als Standard empfohlen. Gesundheitslandesrat Christian Bernhard sowie die Urheber des Modells Peter Schwärzler (ehemaliger Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe am Landeskrankenhaus Feldkirch) und Christoph Jochum (Geschäftsführer der Sophie von Liechtensteinstiftung, der Trägerinstitution der Beratungsstelle schwanger.li) sehen dies als Bestätigung der Vorarlberger Vorreiterrolle.

Hohe Beratungsqualität

2010 wurde in Zusammenarbeit von schwanger.li und der Fachgruppe Gynäkologie der Ärztekammer unter Förderung des Landes ein Leitfaden entwickelt. Dieser standardisiert die Beratung der Eltern über Untersuchungs- und Beratungsmöglichkeiten während der Schwangerschaft. Der vereinheitlichte Ablauf sichere einerseits eine hohe Qualität der Beratung und damit die Entscheidungsfähigkeit der Schwangeren, erklärten die Experten. Andererseits sollten Ärzte vor Schadenersatzklagen bei nicht erkannten Behinderungen abgesichert werden. Die Entscheidung, ob und welche Untersuchungen getätigt werden, liege bei der Mutter.

„Derzeit wählen circa 50 Prozent der Frauen ein erweitertes Angebot“, schätzt Schwärzler. Jochum betont, dass es nicht darum gehe, behinderte Kinder zu selektieren und abzutreiben. Vielmehr sollen die Möglichkeiten der Fetalmedizin nutzbar gemacht werden. Viele Prob­leme könnten heutzutage schon vor der Geburt erfolgreich behandelt werden. Die Initiatoren sehen auch in der angebotenen psychosozialen Beratung der werdenden Eltern und der Entschleunigung der Entscheidungsfindung einen großen Gewinn. Vor 2010 seien zwischen Diagnose und Abtreibung gerade einmal fünf Tage vergangen. Das habe viele Paare überfordert.

Angebot wird erweitert

„Wir hatten als Vorreiter auch das Privileg, die ersten Fehler selbst zu begehen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind in die jetzige Empfehlung mit eingeflossen“, versichert Schwärzler. In Vorarlberg wird die erweiterte Untersuchung zukünftig neben Feldkirch auch in den anderen Krankenhäusern angeboten werden.

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