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Evangelium

Alles, was­ Gott geschaffen hat, ist gut

Der Geist Gottes sagt durch den Mund von Propheten klar und deutlich voraus, dass in den letzten Tagen dieser Welt manche den Glauben preisgeben werden. Sie werden sich Leuten anschließen, die sie mit ihren Eingebungen in die Irre führen, und werden den Lehren dämonischer Mächte folgen. Diese Leute sind scheinheilige Lügner; ihre Schande ist ihrem Gewissen eingebrannt. Sie lehren, dass man nicht heiraten darf, und verbieten, bestimmte Speisen zu essen. Dabei hat doch Gott diese Speisen geschaffen, damit sie von denen, die an ihn glauben und die Wahrheit erkannt haben, mit Dank verzehrt werden. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Wir brauchen nichts davon abzulehnen, sondern dürfen es alles gebrauchen – wenn wir es nur mit Dank aus der Hand Gottes empfangen. Denn durch das Wort Gottes und durch unser Dankgebet wird es rein und heilig.

1. timotheus 4, 1–5

Wenn man in diesen Tagen durch die Felder geht, dann kann man den zur Ernte reifen Mais in voller Pracht bewundern. Der Mais ist eine Kulturpflanze, die erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa kam. Auch kann ich mich daran erinnern, dass ich in Kindertagen auf den Feldern in Norddeutschland keinen Mais gesehen habe, sondern es wurden Stoppel- und Runkelrüben als Eiweißfutter für das Milchvieh im Winter angebaut. Heute aber stehen auch auf dem Sand- und Moorboden des Emslandes an der holländischen Grenze in Nordwestdeutschland prächtige Maisstauden, weil man Sorten gezüchtet hat, die auch auf mageren Boden wachsen. Der Mais hat die Rüben abgelöst, weil er das hochwertigere Futter ist. So hat der Mensch in die Natur eingegriffen und die landwirtschaftliche Kultur hat sich verändert.

Der Mais ist eigentlich ein „Ausländer“ unter den Kulturpflanzen in unserem Lebensbereich. Aber unter anderem mit seiner Hilfe ist es der landwirtschaftlichen Technik in unseren Breitengraden möglich, einer zahlenmäßig großen Bevölkerung eine auf hohem Niveau stehende Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten. Sicher sind einerseits manche Entwicklungen bei der Beeinflussung der Natur durch den Menschen – z.B. die Genmanipulation – kritisch zu betrachten. Andererseits ist der Mais ein gutes Beispiel dafür, dass viel Gutes daraus erwachsen kann, wenn der Mensch die vielen guten Gaben Gottes entdeckt und für sich nutzbar macht.

Für mich steht der Mais auch irgendwie symbolisch für die vielen Fähigkeiten, die in allen Geschöpfen Gottes stecken, auch im Menschen. Manche Menschen, die einst als „Ausländer“ in unseren Lebensbereich kamen, sind heute nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer Gesellschaft. So gehören nicht zuletzt die evangelischen Christen zu den ehemals „Fremden“ hier bei uns in Österreich, sind aber heute Teil der bunten und damit lebendigen Kultur. Und wir evangelischen Christen haben natürlich im Sinne der Gott für seine Gaben zu erweisenden Dankbarkeit die Aufgabe, die Buntheit und Lebendigkeit der Kultur in Kirche und Gesellschaft zu fördern.

Der Apostel Paulus schrieb einst an seinen Freund Timotheus über einige Leute, die nicht dem Evangelium, der frohen Botschaft der Liebe Gottes zu den Menschen entsprechend lehren, dass dem Menschen, der Gott vertraut, nichts und niemand schaden kann. Auch wenn es früher einmal mit Verboten, Tabus belegt war. Entscheidend ist, alles aus Gottes Hand mit Dank zu empfangen. Alle Gaben Gottes sind also gut, wenn der Mensch sie mit Respekt und Verantwortung und vor allem mit Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer nutzt.

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