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Yahoo tritt auch unter Mayer auf der Stelle

Die einstige Star-Managerin von Google soll Yahoo wieder auf Vordermann bringen.

Wunder kann auch die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer nicht vollbringen: Der angeschlagene US-Internetkonzern kommt unter dem Druck großer Rivalen wie Google und Facebook einfach nicht vom Fleck. Das Geschäft stagnierte im dritten Quartal. Dennoch ging der Gewinn durch die Decke. Grund war der milliardenschwere Verkauf eines Anteils am chinesischen Internetunternehmen Alibaba.

Der Umsatz lag nahezu unverändert zum Vorjahreszeitraum bei rund 1,2 Milliarden Dollar. Die seit Juli amtierende Mayer sprach von einem „soliden Quartal“. Sie sieht Yahoo auf dem richtigen Weg: Immerhin konnte sie nun einen stolzen Gewinn von umgerechnet 2,42 Milliarden Euro verkünden. Das war mehr als zehnmal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Erwartungen enttäuscht

In der Vergangenheit hatte Yahoo die Erwartungen oftmals enttäuscht. Deswegen hatte der Verwaltungsrat die Vorzeigemanagerin Mayer vom Rivalen Google abgeworben. Eine der ersten öffentlich sichtbaren Umbauten am Unternehmen nahm Mayer in der vergangenen Woche vor: Yahoo kündigte an, sich nach 15 Jahren aus Südkorea zurückzuziehen. Lokale Konkurrenten hatten dem US-Unternehmen das Leben schwer gemacht. Mayer will sich allgemein auf profitable Bereiche konzentrieren. Wohin die weitere Reise genau gehen soll, ist aber bislang offen.

Im wichtigsten Geschäftsbereich – der Bannerwerbung im Internet – gab es aber auch unter Mayers Regie keinen Schub, der Umsatz stagnierte bei gut 450 Millionen Dollar. Google und auch Facebook haben Yahoo hier inzwischen überholt. Yahoo hat schwierige Zeiten hinter sich: Einst stand das Unternehmen als Synonym für das Internet, doch dann kamen neue starke Rivalen wie Google oder Face­book. Viele Nutzer wandten sich ab, gleiches galt für die Werbekunden. Erschwerend kamen interne Querelen mit Chefwechseln in rascher Folge hinzu.

Die Hoffnungen ruhen nun auf Mayer. Sie hatte bei Google lange das Suchmaschinengeschäft geleitet und war dort zuletzt für die Kartendienste zuständig. Vor drei Wochen bekam sie ihr erstes Kind, einen Jungen. Die 37-Jährige hatte von Anfang an erklärt, schnell wieder voll arbeiten zu wollen.

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