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Abschied von den Traditionsmarken

Nach der Übernahme durch britische Kette Sports Direct verschwinden Marken Sport Eybl und Sports Experts vom Markt.

HANNES GAISCH und

MANFRED NEUPER

Bei Sport Eybl und Sports Experts geht es nach der Totalübernahme durch den britischen Diskonter Sports Direct Schlag auf Schlag: Wie in der Branche ohnehin bereits vermutet, werden die in Österreich bekannten Marken Eybl und Experts vom Markt verschwinden, bestätigte Mike Weccardt, Eybl-Geschäftsführer. „Mit dem Rückzug der Gründerfamilie wird auch der Name Eybl in naher Zukunft von den Filialen verschwinden.“ In einer ersten Welle werden nun eine Eybl- und sieben Experts-Filialen in das Design des britischen Diskonters umgestaltet. Weitere Entscheidungen zu Standorten, Jobs und Sortiment liegen aus der Zentrale in Shirebrook noch nicht vor.

Der Onlineshop von Eybl wird bereits seit Mitte April zur Website von Sports Direct umgeleitet.

Die Handelskette legt den Fokus auf Textilien und Schuhe. „Sicherlich wird im Sortiment noch der eine oder andere traditionsreiche Aspekt bestehen bleiben, aber dieses Unternehmen wird sich von Grund auf erneuern“, skizziert Weccardt den künftigen Weg. In Österreich gehören 16 Eybl-Filialen und 34 Experts-Standorte mit rund 1900 Mitarbeitern zu Sports Direct. Die Briten waren im Vorjahr in die nach Verlusten in Millionenhöhe angeschlagene Kette Eybl/Experts mit 51 Prozent eingestiegen und haben im heurigen April die restlichen 49 Prozent übernommen. Seither geht die Job-Angst um, zumal die Gründerfamilie den Ausstieg weder der Belegschaft noch den Medien kommuniziert hatte.

Börsenpläne von Zalando

Einer, der dem stationären Handel besonders stark zusetzt, ist der deutsche Online-Händler Zalando, der auf Mode und Schuhe spezialisiert ist. Vor allem der Sporthandel spürt die Internet-Konkurrenz besonders stark. Die Umsatzzuwächse des 2008 gegründeten Unternehmens sind weiterhin gigantisch. Und doch schreibt Zalando weiterhin Verluste. Allein im ersten Quartal des Jahres wurde mit 501 Millionen Euro um 35 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahresquartal und damit fast so viel wie noch im Gesamtjahr 2011. Im Vorjahr lag das Minus beim Betriebsergebnis bei 115 Millionen Euro. Auch heuer wird sich kein Gewinn ausgehen, doch die Verlustspanne – das Verhältnis von Betriebsergebnis zu Umsatz – sei „signifikant verbessert“ worden, sagt Vorstand Rubin Ritter. Noch heuer könnte Zalando an die Börse gehen, wird spekuliert. Ritter spricht von einer Option, nennt aber keinen möglichen Zeitpunkt.

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