kommentar

Entscheidungen für das Leben

Was sind denn eigentlich Entscheidungen, die das Leben verändern? Sind es Augenblicke, in denen wir mit dem Kopf, mit dem Herzen oder mit dem Bauch entscheiden? Ist es eine Lebenseinstellung, ein positives oder negatives Erlebnis, ein radikales Handeln oder ein einfaches Wort, das uns unseren Weg in die entscheidende Richtung gehen lässt?

Viele Menschen glauben, sie dürfen für uns Junge entscheiden, meinen, dass dies oder jenes das Beste für uns sei. Manche Jugendliche rebellieren, sie wollen alles selber machen und werden dadurch mitunter oft schneller selbstständig. Doch viele von uns sind faul, vollbringen nur das Nötigste, lassen sich von anderen lenken. Auch genannt: Mitläufer.

Beides ist berechtigt, denn jeder sollte dem Weg folgen, den er für richtig hält. Die Schwierigkeit dabei ist es, die richtigen Entscheidungen in den noch so kleinen Momenten zu treffen. Die Wahl zwischen Mitläufer und Rebell, zwischen identisch und anders prägt unser Leben wohl mit am stärksten. Stillschweigen oder sich dagegen erheben?

Grundsätzlich zu sagen: „Ist in Ordnung“ oder „Nein, so nicht“ – das ist meiner Meinung nach tief in uns verankert. Jetzt spuken noch zwei Fragen durch meinen Kopf: „Stehe ich auf und bin, wie ich bin? Oder bleibe ich stumm und stelle meine Anliegen beiseite?“ Oft wird im Fernsehen darüber geredet, wie man die Welt verändern kann. Alleine schafft das aber wohl keiner. Deshalb nützt es eben auch nichts, wenn nur wenige ihre Meinung vertreten. Weil die Gabe, offen zu sagen, was man fühlt, oft schon in frühen Jahren vergessen, verleugnet wird. Ich frage mich da eben, wieso es so schlimm sein soll, ein zorniges und anstrengendes Kind zu haben, das sagt, was es will und was es nicht will. Sicher ist das nicht einfach, doch man sollte sich eigentlich freuen, dass es einen weiteren Menschen auf dieser Erde gibt, der seine Meinung kundtut. Egal, ob man zornig ist, traurig, hungrig, wütend oder glücklich. Doch am Ende kommt es nur darauf an ob man den Mut hat, dies zu tun. Gedanken werden keine Reaktionen auslösen. Sondern Taten und Worte, mit Bedacht gewählt und verbreitet. Ohne eine eigene Meinung, ohne Tun und ohne offene Worte geht man in der Menge unter.

Nun hat man mehrere Optionen: Mit dem leben, was um einen geschieht, und sich damit abfinden. Oder zu allem seine Meinung abgeben und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Der dritte Weg wäre eine Mischung aus beiden. Zu entscheiden, in welcher Situation Worte und Taten wichtig und angebracht sind und wo nicht.

Nun frage ich mich: WAS WERDET IHR TUN?

Artikel 6 von 11
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.