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Evangelium

Gebot will hineinwirken in den Alltag

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus: aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.

Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein und aus gehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Johannes 10, 1-10

Du sollst Vater und Mutter ehren!“ – so heißt es heute an diesem Tag, und viele tun es in rührender, liebenswürdiger Weise, besonders die Kinder.

Und so wird heute gefegt und abgewaschen, geholfen und aufgetischt, und das ist schön und gut so.

„Das Gebot aber ist nur die Hälfte, das andere gehört auch dazu: „damit Du lange lebst und es Dir wohlergeht auf Erden!“ Und es zeigt uns: Dies ganze Gebot ist nicht nur etwas für einen Tag, sondern will hineinwirken in den Alltag, hat Dauer, will gelebt sein.
Es birgt die doppelte Verpflichtung in sich, die nicht nur den Kindern vorbehalten ist, sondern auch den Eltern auferlegt ist, so zu handeln. Denn an ihrem Beispiel sehen die Kinder, wie sie leben und in Zukunft handeln sollen, und sie werden es – früher oder später – einmal oder nicht bewusst tun.

Wir Menschen neigen gerne dazu, alles nur punktuell zu sehen und dann wieder abzuhaken, wenn es vorbei ist: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Erstkommunion, Firmung, Vorsätze und Muttertag.

Dabei wäre es aber gerade ratsam, alles miteinander zu verbinden, denn was diese Tage vermitteln wollen, ist nicht etwas Äußerliches, nur schnelles Handeln, sondern eine Lebenshaltung, die gelebt sein will.

So ist dieser Tag ein Tag der Besinnung und nicht nur des Abwaschens und Aufräumens, der Blumensträuße und Ausflüge, weil die Mutter gerade heute nichts tun darf, nicht ein Tag der erhofften Umsätze von Händlern, sondern eine Möglichkeit, dankbarer, offener und hilfsbereiter zu werden und den Menschen zu zeigen, dass es sich lohnt, für den anderen da zu sein, sich einzusetzen, Hoffnung und Zuversicht zu schenken.

Hirten zu werden, wie Jesus uns heute sagt.

Es ist ein Tag der Nachfrage, wie wir „mütterlich“ miteinander umgehen könnten, damit unsere Mütter sich angenommen wissen mit ihrer Hilfe und Sorge, ein Tag des Aufbruchs in unserem Denken und Handeln, damit Menschen, die sich ganz einsetzen für andere, sich bestärkt fühlen dazu und weiterwirken können im Wissen, dass ihre Arbeit im Kleinen und Geringen des alltäglichen Lebens Gewicht hat und sich lohnt.

Unsere Mütter und alle „mütterlichen“ Menschen danken es uns jeden Tag, warum können nicht auch wir es jeden Tag wieder neu versuchen?

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