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Die Macht der Marke

Freitag-Taschen wurden zum Kultobjekt, die Marke zum Teil eines Lebensgefühls. Was aber macht eigentlich eine starke Marke aus?

Ein „Orientierungsanker“ ist die Marke für Daimler-Chef Dieter Zetsche – „der Ruf, der einem Produkt vorauseilt“. Dem Schweizer Unternehmen Freitag eilt mittlerweile schon recht viel an Ruf voraus. Seit 1993 setzen die Brüder Markus und Daniel Freitag auf „rezyklierte, individuelle Produkte“. Aus gebrauchten Lkw-Planen lassen die beiden Grafikdesigner Taschen fertigen und zimmern parallel dazu den Baustein eines Lebensgefühls. Man wurde zum „inoffiziellen Ausrüster aller urbanen, Velo fahrenden Individualisten und Individualistinnen“, wie man augenzwinkernd wissen lässt.

Die Grundidee trägt das Unternehmen seit 20 Jahren, die Produktpalette wurde freilich längst verbreitert. Neben den Einkaufstaschen sind heute auch Hüllen für Smartphone oder Notebook im Sortiment zu finden.

440 Tonnen Planen

Das Hauptquartier steht nach wie vor in Zürich, pro Jahr verbraucht Freitag 440 Tonnen Lkw-Planen – dazu gesellen sich 35.000 Fahrradschläuche und 288.000 Autogurte. „Die plakative Stärke mag sein, dass jedes unserer Produkte ein Unikat ist“, sagt Pascal Dulex. „Entscheidend für den Erfolg ist aber die Lust am Weiterdenken.“

Vor vier Jahren hat Dulex bei Freitag angedockt, seitdem soll er als „Head of Innovation“ das Unternehmen zukunftsfit machen. Angedacht werden neue, nachhaltigere Rohstoffe – gewissermaßen ein kleiner Tabubruch. Den Dulex aber nicht scheut: „Authentizität ist für die Marke entscheidend. Und wir stehen schon jetzt für Kreisläufe.“

Starke, authentische Marken verlassen ihren sprachlichen Ursprung und werden von der „Markierung“ zu einem Teil der Alltagssprache. Egal, ob Uhu, Tixo, Walkman, Flex, Pampers oder Aspirin – längst gelten diese Marken als Synonym für eigene Produktgattungen. Und damit paradoxerweise auch als Synonym für Konkurrenzprodukte.

Apple an der Spitze

Ganz oben, an der globalen Markenspitze, scheint freilich beides ganz gut zu funktionieren. Die Marke Apple etwa ist laut aktuellster Interbrand-Statistik gut 73 Milliarden Euro schwer und damit die wertvollste Marke der Welt. Knapp dahinter folgen Google, Coca-Cola und IBM.

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