Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Evangelium

Platz für verwirrte Herzen

Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Johannes 14, 1–12

Thomas ist diejenige Person in den Evangelien, die sich mit dem Glauben schwertut. Er zweifelt und ist unsicher. Er hätte gerne klare Anweisungen, was er tun soll und wohin er gehen soll – am liebsten von Jesus persönlich genau erklärt. Philippus fällt es hingegen leichter, er hätte lediglich gerne eine Zielvorgabe: „Zeig’ uns den Vater!“ Dann könnte er den Weg auch finden.

Jesus – etwas enttäuscht, dass sie ihn nach wie vor nicht wirklich erkannt haben – versucht zu erklären, was so schwer zu verstehen ist: Er ist der, der vom Vater kommt und in dem der Vater ist. Er ist der Gott, der im Menschen Fleisch annimmt, der Weg, Wahrheit und Leben ist. Und wem das zu wenig ist, dem seien die Taten in Erinnerung gerufen: Wasser in Wein verwandeln, unzählige Kranke heilen, Blinde sehend machen, Tote auferwecken und staunenswerte Reden halten.

Zu glauben, dass dieser Jesus von Nazareth mehr ist als ein Wanderprediger unter vielen, war schon damals nicht leicht. Selbst Thomas und Philippus, die den ganzen Weg mit ihm gegangen sind, verstehen nur wenig. Dass dieser Jesus selbst der Weg ist, dass sie nirgendwo hingehen müssen, sondern schon da sind, mag ihnen nicht einleuchten. Sie müssen sich nicht auf Wohnungssuche machen, Jesus macht es für sie und holt sie dann ab. Sie müssen einfach bei ihm bleiben.

Heute kann das genauso eine Aufforderung sein wie damals an Thomas und Philippus: bei Jesus bleiben, der den Weg, die Wahrheit und das Leben verspricht. Dabei bleiben und nicht zu schnell weggehen von dem, der mehr sein will als ein galiläischer Wanderrabbi, kann einen Raum erschließen, in dem mein Platz ist. Das allzu oft verwirrte Herz wird ihn erkennen. Dieser Platz ist für mich vorbereitet. Und ich bin wirklich erkannt worden.

Artikel 1 von 11
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.