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Hochwasserschutz für 150 Wohn- und Gewerbeobjekte

Nach drei Jahren Bauzeit ist das Hochwasserschutzprojekt am Rheintalbinnenkanal bei Hohenems fertiggestellt worden.

Zur Ausgangssituation: Der Rheintalbinnenkanal wurde im Zuge der Regulierung des Rheins vor rund 100 Jahren als Vorfluter für die Bäche im Rheintal von der Frutz bis zur Dornbirner Ach errichtet. Seit den 1970er-Jahren des vergangen Jahrhunderts bestanden Ausbaupläne, um Hochwassersicherheit zu gewährleisten. Beginnend in den 1980er-Jahren wurde bis 2005 von der Mündung in die Dornbirnerach bis hin an den Siedlungsrand von Hohenems ein Längsausbau durchgeführt.

Aufgrund von neuen Erkenntnissen und geänderten wasserbautechnischen Zielsetzungen kam es zum Umdenken in der Projektumsetzung. Im Zuge einer Variantenuntersuchung wurde der Errichtung eines Rückhaltebeckens im Mündungsbereich des Koblacher Kanals und des Emmebachs gegenüber einem konventionellen Längsausbaus der Vorzug gegeben.

Durch die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahme soll die Hochwassersicherheit für das Hohenemser Siedlungsgebiet gewährleistet werden. Vor der Projektfertigstellung waren bis zu 150 Wohn- und Gewerbeobjekte durch Überflutungen gefährdet. Daneben ist es auch Ziel, die ökologische Strukturierung im Uferbereich zu erhöhen. Zur Verbesserung der Gewässerstruktur wurde seit 2012 der Verlauf des Kanals durch Hohenems leicht mäandrierend ausgeführt und mit ökologischen Strukturelementen versehen.

Durch einen gezielten Hochwasserrückhalt im Oberlauf mittels eines gesteuerten Drosselbauwerks kann nun gewährleistet werden, dass eine kontrollierte Flutung der hierfür vorgesehen Flächen erfolgt und die Wassermassen schadlos abfließen. Die Drosselung der Abflüsse erfolgt über ein gesteuertes sogenanntes Dotierbauwerk. Der Rückstau erfolgt auf einer Rückhaltefläche von rund 39 Hektar. Durch Geländekorrekturen wurde die Abdämmung zum Umland erreicht.

Bauherren des Projekts sind die Hohenems und Dornbirn sowie Lustenau. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund sieben Millionen Euro, die zu 78 Prozent durch Bundes- und 17 Prozent durch Landesförderungen abgedeckt sind. Hohenems trägt vier Prozent, Dornbirn und Lustenau jeweils 0,5 Prozent.

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