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interview

„Essen, was einem guttut“

Metabolic Balance: Der Name klingt kompliziert, dabei spielt hier die Natur eine große Rolle. Auf Fragen zur Ernährungsumstellung nach Metabolic Balance antwortet Susanne Rauer aus Scheidegg (D). Sie ist seit neun Jahren zertifizierte Beraterin.

Was ist unter Metabolic Balance zu verstehen? Ist es eine Diät?

Susanne Rauer: Metabolic Balance ist keine Diät, sondern eine Stoffwechsel-Aktivierung in vier Phasen. Diese soll dazu führen, dass der Metabolismus wieder ins Lot kommt, damit vom Körper jene Hormone und Enzyme gebildet werden können, die von der Natur aus vorgesehen sind. Die Nahrungsmittelauswahl wird durch den individuell ausgewerteten Plan genau auf den jeweiligen Klienten zugeschnitten. Die Nahrungsmittel, welche gegessen werden dürfen, werden auf Grundlage von Angaben zu Person, Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten sowie gestützt auf die Überprüfung von Blutwerten ermittelt. Danach bekommt die Person ihren individuellen Ernährungsplan und nähere Informationen zu dieser Umstellung.

Was ist das Besondere an Metabolic Balance?

Rauer: Es ist eben keine Diät, sondern eine konsequente Ernährungsumstellung mit dem Ziel, auf die Sprache des Körpers zu hören, zu erkennen, welche Lebensmittel einem guttun. Die Ernährungsstrategie nach Metabolic Balance präferiert Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit, Kohlenhydrate mit geringer glykämischer Last und integriert nach zwei Programmwochen hochwertige Öle in den Ernährungsplan. Das Ganze hat nichts mit Verzicht zu tun, denn es darf durchaus mal geschummelt werden. Oft wird gesagt, es werde ein Verzicht auf Kohlenhydrate gefordert. Dem ist nicht so, denn wir nehmen genau die Kohlenhydrate auf, für die wir ausgelegt sind: Obst, Gemüse, Salat, Getreide. Aber nichts, was einfach nur stopft. Unverarbeitet, saisonal und regional, zurück zum Natürlichen – das ist die Devise.

Welche Effekte sind es im Wesentlichen, die aus dieser Ernährungsumstellung resultieren?

Rauer: Dr. Wolf Funfack hat Metabolic Balance seit 2002 gemeinsam mit seiner Frau Birgit Funfack (Heilpraktikerin und Metabolic-Balance-Geschäftsführerin) und deren Schwester, Silvia Bürkle (Ingenieurin für Lebensmitteltechnik) auf den Weg gebracht. Dr. Funfack bezeichnete dabei das Abnehmen nur als ,Nebenwirkung‘. Denn die jeweiligen Nahrungsmittel halten den Blutzuckerspiegel in der Waage, so dass es keine Heißhungerattacken gibt. Denn wenn weniger Insulin ausgeschüttet wird, können Fettzellen besser verbrannt werden. Wichtigster Effekt jedoch ist, dass die Energietanks wieder voll sind. Klienten berichten oft, dass sich Gelenkschmerzen, Asthma, Allergien, Verdauungsbeschwerden, Migräne und viele andere Beschwerden enorm verbessern oder sogar verschwinden. Weil an die Ursachen gegangen wird, hinterfragt wird, wo diese Beschwerden herkommen, wann und warum diese auftreten.

Wie wichtig ist die Blutanalyse bei Metabolic Balance?

Rauer: Eine seriöse Ernährungsberatung sollte niemals ohne einen präzisen Gesundheitscheck des Teilnehmers inklusive Bluttest arbeiten. Denn vor der Umstellung des Stoffwechsels muss geklärt sein, ob eventuell bedrohliche Krankheiten oder unerkannte Stoffwechselstörungen vorliegen, die zum Zeitpunkt der Analyse eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten ausschließen und anderweitig behandelt werden müssen. Oder dass Vorerkrankungen bestehen, die bei der Lebensmittelauswahl des Ernährungsplans berücksichtigt werden sollten (wie es bei Diabetes, Rheuma, Gicht, Fettstoffwechselstörungen oder Schilddrüsenproblemen der Fall ist). Oder ob im Blut gewisse Defizite an Mineralien oder anderen wichtigen Stoffen nachgewiesen werden können, die bei der Ernährungsumstellung durch die richtigen Nahrungsmittel ganz leicht ausgeglichen werden können. Beispielsweise werden bei zu geringer Kalzium- oder Eisenversorgung Lebensmittel herausgesucht, die reich an Kalzium und Eisen sind.

Was unterscheidet das Metabolic-balance®-Prinzip von der ebenfalls bekannten Blutgruppendiät?

Rauer: Dr. Funfack hat den Einfluss der Blutgruppen untersucht und festgestellt, dass diese Methode keine adäquate Herangehensweise ist. Er hat aber die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zusammengefasst mit dem Ziel: aus der Fülle leben, alles essen können, was einem guttut.

Wie sind Sie selbst zu Metabolic Balance gekommen?

Rauer: Ich hatte schon einige Jahre Trennkostkurse gegeben. Dann hat mir meine beste Freudin erzählt, dass ihre Friseurin wie umgewandelt sei, seit sie Metabolic Balance gemacht hat – schlank, dynamisch und sehr attraktiv. Nachdem sie mir erzählt hat, was da genau passiert ist, wusste ich: Das ist das I-Tüpfelchen. Ich habe dann mit meinem Bruder telefoniert, der Arzt in Scheidegg ist und ihm gesagt, dass wir diese geniale Methode unbedingt machen müssen. Zwei Wochen später haben wir mit der Ausbildung begonnen. Ich war damals Berater mit der Nummer 734, gegenwärtig gibt es mehr als 3000 Betreuer weltweit. Auch hier im näheren Umkreis gab es einen Boom. Anfangs war ich die einzige Beraterin, dann gab es 22, heute sind es zehn. Qualität setzt sich durch, denn viele von denen, die meinten, schnelles Geld verdienen zu können, sind gescheitert. Dr. Funfack legte extremen Wert auf gute Beratung der Teilnehmer. Für mich ist Metabolic Balance das Allerbeste, was mir passieren konnte. Ich bin erstmals frei von Gelenkschmerzen, solange ich mich an die Ernährungsempfehlungen halte.

Es gibt Kritik am Programm, etwa: Metabolic-Balance-Berater seien keine ausgebildeten Ernährungsberater. Wie sehen Sie das?

Rauer: Das stimmt so nicht.Ernährungsberater – ich bin medizinisch geprüfte Ernährungsberaterin –, Heilpraktiker und Ärzte absolvieren eine entsprechende Zusatzausbildung, um Metabolic-Balance-Betreuer zu werden. Wer sich für diese spezielle Ernährungsweise interessiert, sollte sich auf jeden Fall an einen zertifizierten Metabolic-Balance-Berater wenden. Dieser ermittelt an Hand der Blutwerte, Größe, Alter und Gewicht mittels einer speziellen Software die persönliche Ernährungsempfehlung. Der auf Basis dieser Daten erstellte persönliche Ernährungsplan wird anschließend vom Betreuer mit dem Teilnehmer ausführlich besprochen und durch zusätzliche Informationen ergänzt.

Interview: Heidrun Joachim

Mehrere Ausbildungen

Susanne Rauer (Jahrgang 1961), lebt seit 39 Jahren in Scheidegg, in dem seit Jahren erst ihr Vater und zwischenzeitlich ihr Bruder, Dr. Thomas Kadzidroga, als Arzt tätig sind.

Sie verweist auf Ausbildungen zur medizinisch geprüften Ernährungsberaterin, Trennkostberaterin, zur lizensierten Ernährungsberaterin für Metabolic Balance, zur mb-Präventionsmanagerin (Betriebliches Gesundheitsmanagement) und zur DZG-Zölliakieberaterin.

Standort: Kirchstraße 2, D-88175 Scheidegg
Kontakt: Telefon: +49 8381/890461, info@ernaehrung-bewegung.net

Mehr unter http://www.ernaehrung-bewegung.net

Kritik an Methodik

Metabolic Balance steht immer wieder in der Kritik, weil nicht kundgetan wird, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage die Ernährungsempfehlungen beruhen, die aus den einzelnen Laborwerten hervorgehen. Funfack (1946– 2013) hat dazu einmal gesagt: „Sie werden das verstehen, wenn das jemand kopiert, und da gab es in der Vergangenheit schon einige Versuche, dann war unsere Arbeit all die Jahre umsonst.“

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