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Einsatz im unwegsamen Gelände

In den Wintermonaten ist bei der Flugrettung Hochsaison. Für den, der keine Zusatzversicherung hat, kann ein Unfall am Berg mitunter teuer werden.

Rubina Bergauer

Der frische Schnee lockt derzeit wieder zahlreiche Wintersportler in Vorarlbergs Skigebiete. Für manche endet der Tag am Berg jedoch nicht bei der Après-Skiparty, sonder im Krankenhaus. Das kann mitunter teuer werden, vor allem wenn bei einem Unfall eine aufwendige Rettungsaktion notwendig ist. Denn oftmals muss der Hubschrauber abheben, um Verletzte aus unwegsamem und hochalpinem Gelände zu bergen. In Vorarlberg ist die Bergrettung für Organisation und Betrieb der Flugrettung verantwortlich. Unterstützt wird diese dabei vom ÖAMTC und der Firma Wucher. Im Winter sind im Ländle daher zwei Notarzthubschrauber im Einsatz. Diese sind in der vergangenen Saison insgesamt 770 Mal angefordert worden, weiß Flugrettungsreferent Artur Köb. Die Kosten für einen solchen Einsatz bewegen sich zwischen 2000 und 6000 Euro. „Das hängt natürlich von der jeweiligen Situation ab. Die Kosten für den Hubschrauber werden pro Flugminute abgerechnet“, informiert der Experte.

Schwieriges Gelände

Christophorus 8 ist während des ganzen Jahres in Betrieb und ist am Stützpunkt in Nenzing/Galina stationiert. Gallus 1 startet von Zürs aus und ist während der Wintermonate für die Bergrettung unterwegs. Der Einsatz der Flugrettung ist immer von Wetter- und Sichtverhältnissen abhängig. Auch das Gelände, in dem der Wintersportler verunglückt ist, spielt eine Rolle. Ist dieses für die Pistenrettungen nur sehr schwer zugänglich, wird Hilfe aus der Luft angefordert. „Bei extremen Windverhältnissen oder Niederschlägen wäre eine Bergung per Hubschrauber jedoch zu riskant. Dann übernehmen die Bodenmannschaften. Mitunter ist es ein beschwerlicher Weg bis hin zum Verletzten“, berichtet Köb. Meistens entscheide die Pistenrettung vor Ort, ob ein Hubschrauber angefordert wird oder nicht. Ausschlaggebend dafür kann auch sein, wie schwer jemand verletzt worden ist. „Österreichweit ist die Vorarlberger Bergrettung die einzige, die über Rettungshubschrauber verfügt. Gerade im unwegsamen alpinen Bereich oder in den hinteren Talschaften, wo rasche Hilfe nicht immer sofort gewährleistet werden kann, ist das ein notwendiges Ergänzungssystem“, sagt Köb. Denn auf diesem Weg könne die schnellstmöglichste Versorgung der Patienten gewährleistet werden.

Rasche Entscheidung

Die Behandlungskosten nach Skiunfällen werden normalerweise von der Krankenkasse übernommen. „Wer allerdings alkoholisiert auf der Piste unterwegs ist und in einen Unfall verwickelt wird, erhält kein Krankengeld,“ informiert Karlheinz Klien von der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK). Im Ernstfall muss eine rasche Entscheidung über einen Hubschrauberein­satz getroffen werden. Ist die Notwendigkeit eines solchen Einsatzes medizinisch begründet, übernehme die Krankenversicherung zudem die Kosten des Flugtransportes vom Helikopter-Stützpunkt zum Einsatzort und zurück ins nächstgelegene Krankenhaus. „Wir haben einen dementsprechenden Vertrag mit der Bergrettung, über den die Tarife abgerechnet werden. Bei anderen Hubschrauberdiensten übernimmt gewöhnlich der Patient die Kosten, wobei ein Teilbetrag unter Umständen erstattet werden kann“, erklärt Klien. Ansonsten muss der Verletzte selbst für die Bergungskosten aufkommen. Beispielsweise dann, wenn ein Transport mit dem Akja ins Tal notwendig ist.

„Wir empfehlen Wintersportlern auf jeden Fall eine Zusatzversicherung“, betont Klien. Günstige Mitgliedschaften samt Kombi- und Rückholversicherungen werden von verschiedensten Vereinen angeboten. Dazu zählen unter anderem Ski- und Alpenverein, die Christophorus-Flugrettung des ÖAMTC sowie die Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung, informiert der Experte.

Bergrettung

Die Bergrettung in Vorarlberg stellt den Rettungsdienst in Wintersport-, Kletter- und Wandergebieten sicher. Im Winter stehen zwei Notarzthubschrauber zur Verfügung: Christophorus 8 und Gallus 1. Diese sind in Nenzing und Zürs stationiert.

www.bergrettungvorarlberg.at

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