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Hilcona: Bell übernimmt die Aktienmehrheit

Verantwortliche des Schweizer Fleischver- arbeiters wollen vor allem Synergien finden. Hilcona bleibt eigenständiges Unternehmen.

Der Schweizer Fleischverarbeiter Bell übernimmt per 1. Mai die Aktienmehrheit beim liechtensteinischen Lebensmittelunternehmen Hilcona. Dies teilten dessen Verantwortlichen in einer Aussendung mit. Demnach erwerbe die Bell AG weitere zwei Prozent der Anteile der Toni-Hilti-Familien-Treuhänderschaft an dem Konzern, die als zweiter Aktionär künftig mit nur mehr 49 Prozent an Hilcona beteiligt sei. Das liechtensteinische Unternehmen soll jedoch weiterhin eigenständig bleiben, betonte Lorenz Wyss, designierter Verwaltungsratspräsident und CEO der Bell AG. Der Schweizer Fleischverarbeiter hatte sich 2011 bei Hilcona eingekauft. Bereits damals war die für 1. Mai geplante Übernahme der Aktienmehrheit vereinbart worden.

Der bisherige Verwaltungsratschef Jürgen Hilti wird sein Amt Ende April an Wyss abgeben und danach als dessen Vizepräsident agieren. Das Gremium werde weiterhin von beiden Aktionären gemeinsam besetzt. „Ich freue mich, weiterhin die wichtigen Entscheidungen in der Hilcona mitzutreffen, und kann mich gleichzeitig mit neuen Aufgaben, die mir am Herzen liegen, beschäftigen“, kommentierte Hilti den Wechsel an der Verwaltungsratsspitze.

Gemeinsame Projekte

Aus Sicht der Bell-Gruppe gehe es vor allem darum, Synergien im Einkauf oder bei der Bearbeitung neuer Märkte wie etwa Polen zu finden. „Es muss aber immer für die Hilcona selbst sinnvoll sein, sonst machen wir das nicht“, sagte Lorenz Wyss. So seien bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte gemeinsam lanciert worden, wovon beide Unternehmen profitiert hätten. „Wir haben uns kennen und schätzen gelernt und sehen in der Zusammenarbeit für beide viele Vorteile“, meinte Hilti. Die Konzentration im Handel nehme in Europa und der Schweiz stetig zu. Auf diese Entwicklung hätten sich die Verantwortlichen von Hilcona rechtzeitig vorbereitet.

Das abgelaufene Geschäftsjahr beurteilen die Verantwortlichen des Liechtensteiner Konzerns positiv. So sei der Umsatz deutlich auf über 500 Millionen Franken gesteigert worden. Weltweit beschäftige das Unternehmen 1900 Mitarbeiter. Zudem seien in den vergangenen Jahren knapp 250 Millionen Franken in die Zukunft investiert worden. So wurden etwa die Standorte in Schaan (FL) und Orbe (CH) ausgebaut und modernisiert. Außerdem wurde Gastro-Star, Marktführer für frisch geschnittene Salat- und Gemüseprodukte in der Schweiz, übernommen.

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