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Wellness schon für die Kleinsten

Immer am Donnerstag ist im Bludenzer Val Blu Babyschwimmen angesagt. Unter Anleitung von Trainerin Angela Rienößl (48) planschen Babys und Mütter im 31 Grad warmen Nass.

Sebastian Goop (Text) und Klaus Hartinger (Fotos)

Donnerstagvormittag im Val-Blu-Hallenbad in Bludenz: Zehn Mutter-Baby-Paare lassen es sich 45 Minuten lang so richtig gut gehen – auf dem Programm steht gemeinsames Spielen, Toben, Turnen und Planschen im lauwarmen Wasser. Angela Rienößl, seit zwölf Jahren passionierte Babyschwimmtrainerin, weiß genau, was zu tun ist: Sie stimmt eine sanfte Melodie an, die Mütter summen mit und drehen sich mit ihren sechs bis zwölf Monate alten Babys rhythmisch im Kreis.

Den kleinen Wasserratten gefällt es: Sie wirken konzentriert und entspannt, locker und gelöst – es ist sicht- und spürbar, dass sie, wie es eine Mutter formuliert, „so richtig in ihrem Element sind“.

Positive Effekte

Für viele Menschen ist Babyschwimmen noch immer ein Fremdwort. Dabei ist es in den Frei- und Hallenbädern der westlichen Welt seit etwa 40 Jahren gängige Praxis: In den 1970er-Jahren tauchte die Idee auf, Wassergymnastik mit Säuglingen zu betreiben. Seither wird davon ausgegangen, dass sich das Babyschwimmen in vielerlei Hinsicht positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Trainerin Angela Rie­nößl verdeutlicht: „Zunächst einmal geht es um Wassergewöhnung. Dieser Aspekt hat auch ganz praktische Effekte: Wenn Babys mit dem Wasser vertraut sind, fällt es ihnen zum Beispiel leichter, sich die Haare waschen zu lassen.“ Die gemeinsame Bewegung im Wasser trage jedoch auch dazu bei, dass sich die Bindung zwischen Mutter und Kind intensiviere, festige, verfeinere. Positive Effekte seien außerdem auf der Ebene der Motorik zu erwarten: „Schließlich handelt es sich um eine Art Eltern-Kind-Turnen.“ Nicht zuletzt werde den Müttern auch ein sozialer Referenzrahmen zur Verfügung gestellt, ein Forum der Diskussion und Begegnung, merkt Angela Rienößl an.

Übungen mit Hintergrund

Dabei haben die verschiedenen Aktivitäten im Wasser alle einen konkreten Hintergrund, wie die Trainerin betont: „Wir benutzen Geräte wie etwa Schwimmbretter, damit die Kinder eine bestimmte Haltung erlernen. Dies gilt ebenso für die verschiedenen Griffe, zum Beispiel den Seepferdchengriff.“

Angela Rienößl erklärt weiter: Es werde zwar gemeinsam gespielt, jedoch seien diese Spiele nicht einfach nur Spiele. Es seien gleichzeitig auch motorische Übungen.“ Auch die Lieder hätten ihren konkreten praktischen Hintergrund: „Diese fördern die Sprachentwicklung der Kleinen.“ Beim Babyschwimmen habe sie schon vieles erlebt, sagt die 48-Jährige mit einem Leuchten in den Augen, aber eines sei noch nie vorgekommen: Ein wasserscheues Kind. „Kinder sind einfach gern im Wasser, das kann ich mit Bestimmtheit sagen“, folgert sie.

Extra aufgeheizt

Im Val Blu nähert sich die Babyschwimmeinheit langsam ihrem Ende. Angela Rienößl zeigt es anhand einer Puppe vor, die Mütter machen es nach: Gleichzeitig heben sie ihre Babys aus dem Wasser, halten sie mit ausgestreckten Armen in Richtung Decke. Auf Babyseite sieht man sich etwas verdutzt um, schon geht es zurück ins 31 Grad warme Nass – der Bademeister heizt die Wassertemperatur eigens für die Kurse jeweils um einige Grad auf.

Zum Abschluss kommt verstärkt Bewegung ins Spiel: Für Sekundenbruchteile lässt die Trainerin jedes Baby der Reihe nach kopfvoraus ins Wasser gleiten.

Einige Augenblicke später verlassen die Kleinen das Becken – liebevoll getragen von ihren Müttern, mit staunenden, erfüllten Gesichtern.

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