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Börsengespräche

Börse ist Psychologie

Wenn es ums Geld geht, regieren häufig die Emotionen. So bewegen sich manche Anlegerinnen und Anleger in einer Gefühls-Achterbahn aus Optimismus und Skepsis, Hoffnung und Angst, Euphorie und Panik. Langfristig erfolgreich an der Börse ist aber nur, wer einen kühlen Kopf behält und auf stetiges Wachstum setzt.

Das Auf und Ab von Börsenkursen lässt keinen kalt, der Geld investiert hat. Hat man gewonnen, so ist Freude natürlich berechtigt. Gerät sie aber aus dem Ruder, wird sie gefährlich, denn um jeden Preis gewinnen zu wollen, macht abhängig. Verhaltensforscher erkennen Börsensüchtige an zwei typischen Reaktionen:

Überschätzt man seine eigenen Fähigkeiten oder glaubt sogar daran, Kurse vorhersagen zu können, erliegt man einer Täuschung. Ebenso fatal ist es jedoch, zu glauben, man könne den Aktienmarkt kontrollieren, nur weil man zehn Stunden und mehr am Tag die Kurse beobachtet. Besonders anfällig dafür sind Investoren, die am Anfang ihrer Anlage-Karriere bereits sehr große Gewinne einfahren.

Angst ist messbar

Auf der anderen Seite des Spektrums finden sich Menschen, die bei fallenden Kursen schnell die Nerven verlieren und mit raschen, aber schlechten Verkäufen meinen, retten zu müssen, was noch zu retten ist. Gerade in Krisenzeiten erliegt so mancher dem Herdentrieb und verkauft, wenn alle verkaufen. Der eigens berechnete Volatilitätsindex VIX, der sich auf die Schwankungsintensität des S&P 500 bezieht, bildet als bekanntester Angstbarometer die Stimmung am US-amerikanischen Aktienmarkt ab.

Gier frisst Hirn

Wussten Sie, dass Verluste etwa zwei- bis zweieinhalbmal stärker emotional bewertet werden als Gewinne? Deshalb fällt es so schwer zuzugeben, dass man verloren hat. Manche versuchen deshalb aus diesem Grund um jeden Preis, Verlust mit neuen Spekulationen wieder zu kompensieren – und verlieren wieder.

Mein Tipp: Bleiben Sie ruhig! Grundsätzlich sollte an der Börse nur derjenige anlegen, der Verluste auch finanziell verkraftet. Da sich Börsenkurse wieder erholen können, ist zumindest ein mittelfristiger Anlagehorizont Grundbedingung am Wertpapiermarkt. Sollten Sie leicht die Nerven verlieren, ist ein Börseninvestment ebenfalls gut zu überdenken. Denn was nützen verlockende Rendite-Aussichten, wenn Sie nicht mehr schlafen können? Wer den Schritt auf den Wertpapiermarkt wagt, dem empfehle ich als wirksamstes „Börsen-Antidepressivum“ ein gut gestreutes Portfolio, das so breit aufgestellt ist, dass mögliche Verluste durch Gewinne ausgeglichen werden können.

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