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Glaube

Brücken statt Mauern: Christen und ihr Verhältnis zu Trump

Im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ werden Beiträge von vier verschiedenen Kontinenten präsentiert.

In einem Beitrag von Robert Uitz, der am heutigen Sonntag ab 12.30 Uhr in ORF 2 zu sehen ist, geht es unter anderem um amerikanische Christen und ihr Verhältnis zu Donald Trump. Denn es waren zu einem nicht unerheblichen Teil Christen, die den US-Präsidenten in sein Amt gehoben haben: Mehr als drei Viertel aller evangelikalen US-Amerikaner haben im November für den republikanischen Kandidaten gestimmt, und – überraschend – auch eine Mehrzahl an Katholiken hat für Trump votiert. Dass er sich nun als Präsident recht deutlich an die Seite von Abtreibungsgegnern stellt, katholische Bildungseinrichtungen lobt und in Fragen der Sterbehilfe katholische Positionen vertritt, nehmen katholische Bischöfe wohlwollend zur Kenntnis.

Klare Kritik kommt hingegen, was Donald Trumps ablehnende Haltung gegenüber Muslimen, seine „Mauerpläne“ und seine Aussagen über Einwanderer und Flüchtlinge anbelangt: „Die Freiheitsstatue öffnet ihre Arme auch für Immigranten“, meint etwa James Massa, Weihbischof der Diözese Brooklyn – und weiß sich dabei im Einklang mit der Haltung seiner Bischofskollegen.

Südafrika. Christian Rathner berichtet über die südafrikanische Politikerin und Friedensaktivistin Ela Gandhi. Sie musste in Zeiten des Apartheid-Regimes neun Jahre Hausarrest überstehen. Im Untergrund setzte sie ihr Engagement fort: gegen Gewalt, für die Rechte der Frauen, für ein Ende der Rassendiskriminierung. Den großen Mann der südafrikanischen Befreiungsbewegung und späteren Präsidenten Nelson Mandela besuchte sie vor seiner Entlassung im Gefängnis. Neben Mandela ist es vor allem Ela Gandhis Großvater, der sie mit seinem Konzept der Gewaltfreiheit (Ahimsa) oder des „Festhaltens an der Wahrheit“ (Satyagraha) bis heute inspiriert.

Indien. Aus der nordindischen Provinz Bihar, einer der ärmsten und am dichtesten besiedelten Regionen Indiens, berichtet Gernot Stadler. Vor knapp 40 Jahren hat im kleinen Dorf Sunderpur, an der Grenze zu Nepal, ein Ordensbruder der „Missionare der Nächstenliebe“ die Leprakolonie „Little Flower“ gegründet. Es soll jenen geholfen werden, die aufgrund ihrer Erkrankung aus der Gesellschaft ausgestoßen waren. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Projekt „Little Flower“ von Anfang an aus Österreich, wo bereits in den frühen 1980er Jahren der Verein „Little Flower Österreich“ ins Leben gerufen wurde.

Australien. Es sind schockierende Ergebnisse, die eine staatliche Missbrauchskommission – die seit vier Jahren im Auftrag der australischen Regierung tätig ist – dieser Tage publik gemacht hat: Mehr als 4400 Betroffene hätten der Kommission von sexuellen Übergriffen durch katholische Priester, Ordensleute und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche berichtet. In mehr als 1000 kirchlichen Einrichtungen sei es in den Jahren 1980 bis 2015 zu sexuellem Missbrauch gekommen. Die Kirche selbst, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen, habe dabei ein System des Wegschauens, Vertuschens und des Versetzens mutmaßlicher Täter entwickelt, berichtet Klaus Ther.

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