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Bludenz/Innsbruck

Wahlkartenaffäre: Wohl keine Anklage gegen Katzenmayer

Verfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen Bludenzer Bürgermeister wurde dem Vernehmen nach eingestellt.

Nach Abschluss der Ermittlungen zur Wahlkartenaffäre bei der Bürgermeister-Stichwahl in Bludenz sowie dazugehöriger Absprache mit dem Justizministerium wird gegen Bürgermeister Mandi Katzenmayer (ÖVP) offenbar keine Anklage erhoben. Das berichtete am Freitag das Online-Portal „NZZ.at“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Innsbruck. Gegen zwei andere Beschuldigte soll es Anklagen geben.

Für die APA war die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht erreichbar, ebenso wenig Katzenmayer persönlich. Der ORF Vorarlberg berichtete, die Staatsanwaltschaft habe den Artikel des Online-Portals vorerst nicht bestätigt. Man wolle zunächst die Zustellung der Entscheidungen abwarten und erst dann Stellung nehmen. Nach APA-Informationen haben bisher nicht alle der sechs Beschuldigten die Benachrichtigung der Staatsanwaltschaft Innsbruck erhalten, Katzenmayer aber schon. Das Verfahren gegen den Bürgermeister wegen Amtsmissbrauchs ist demnach tatsächlich eingestellt worden, wie es aus gut informierten Kreisen hieß.

„Verteilaktion“. Laut „NZZ.at“ fiel die Entscheidung deshalb zugunsten von Katzenmayer aus, weil dem Stadtoberhaupt nicht bewusst gewesen sei, dass er im Umgang mit den Wahlkarten strafbare Handlungen begehe. Zwei andere der insgesamt sechs Beschuldigten sollen hingegen angeklagt werden. Dabei handle es sich um eine Beamtin und um einen ÖVP-Mitarbeiter, die eine „Wahlkartenverteilaktion“ organisiert hätten, berichtete „NZZ.at“.

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